Support » Allgemeine Fragen » Avada Theme

  • Hallo,

    auf der Suche nach einem neuem Theme stolpere ich zur Zeit immer wieder über das Avada-Theme.

    Das klingt für mich verlockend, weil ich mit meinen rudimentären HTML und CSS-Kenntnissen gerne eine Theme hätte, bei dem ich selbst viel einstellen kann.

    Nur: immer wieder hört man, dass das Avada-Theme die Seite in Sachen Page Speed verlangsamt.

    Hat jemand schon mal Erfahrungen mit Avada gesammelt? Verlangsamt das Theme die Webseite deutlich.

    Danke und herzliche Grüße

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  • Hallo,
    das ist eine schwierige Frage.
    Mir persönlich gefallen „hochgezüchtete“ Themes (sogenannte Multipurpose-Themes) nicht, weil diese Themes alle möglichen Optionen mitliefern, die ich vielleicht gar nicht nutzen will. Viele Dinge wie z. B. Slider (wenn man die haben möchte) lassen sich mit einem Plugin nachrüsten. Diese Optionen haben meiner Meinung nach in der Regel nichts in einem Theme zu suchen. Im Prinzip fahre ich mit einem Riesentruck durch die Gegend, obwohl ich möglicherweise lediglich ein kleines Paket im Laderaum liegen habe.
    Also um es kurz zu machen: Es kommt auch ein wenig auf den Zweck an. Wenn es um eine Webseite z. B. für einen Handwerkerservice geht, „fährt“ man m. E. besser mit einem kleinen leichtgewichtigen Theme.
    Um das aber deutlich zu sagen: Das ist meine persönliche Meinung und es gibt jede Menge Leute, die auf Themes wie Avada schwören.
    Viel mehr wirst du hier auch nicht erwarten können.
    Viele Grüße,
    Hans-Gerd

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Ganz allgemein wird von Multipurpose-Themes (vielseitigen Themes, die aufgrund zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten für alle möglichen Einsatzzwecke verwendet werden können) gerne abgeraten, weil theoretisch bei jedem Aufruf einer Webseite alle Einstellungen erst einmal abgefragt und aufbereitet werden müssen und die Stylesheets stellenweise sehr groß geraten, um alle Designwünsche umzusetzen. Mit Cache-Plugins lässt sich durch Zwischenspeicherung dieser Abfragen die Performance soweit verbesser, dass die Webseiten nicht als träge wahrgenommen werden. Gegenüber einem schlanken WordPress-Theme, das nur für ein bestimmtes Layout entwickelt wurde, kommen die Multipurpose-Themes trotzdem in der Performance nicht an.

    Das aktuell sehr populäre Multipurpose-WordPress-Theme Astra wurde allerdings mit einem Schwergewicht auf brauchbare Performance entwickelt. Das Theme lädt tatsächlich ausgesprochen flott, wie sich an den Demoseiten der Startertemplates gut nachvollziehen lässt. Astra ist mit Gutenberg, Elementor und weiteren Pagebuildern kompatibel.

    Das Theme ist allerdings stellenweise recht komplex. Ob das für Einsteiger geeignet ist, sollte jeder für sich entscheiden. Das Theme steht kostenlos zur Verfügung und ein Test auf einem lokalen Webserver ist sinnvoll.

    Vorteil eines Multipurpose-Themes ist, dass auch ohne eine Anpassung des Themes durch einen Programmierung ein sehr individuelles Layout realisierbar ist, ohne enorme Kosten zu verursachen.

    Vielen Dank für die ausführlichen Antworten!

    Und danke für den Tipp mit dem Astra-Theme, das ich bisher noch nicht kannte.
    Dazu eine Frage: Die Kombi aus Astra-Theme und Page Builder klingt für mich ideal, auf jeden Fall besser als Avada-Theme.

    Büßt man durch einen Page Builder denn viel Ladezeit ein? Und welcher Page Builder ist empfehlenswerter: Elementor oder BeaverBuilder?

    Danke und viele Grüße
    Dirk

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Die Kombi aus Astra-Theme und Page Builder klingt für mich ideal, auf jeden Fall besser als Avada-Theme.

    Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Ein Vergleich lässt sich kaum in wenigen Zeilen darstellen. Avada ist ein weit verbreitetes Theme und hat viele Anhänger.

    Avada arbeitet mit dem Pagebuilder Themefusion, der sicher auch viele Gestaltunsoptionen anbietet, Anwender aber auch an dieses Theme bindet. Bei einem Theme-Wechsel ist die Übertragung der Inhalte in einen anderen Pagebuilder recht mühsam.

    Wenn möglich, würde ich auf Pagebuilder ganz verzichten und Webseiten bevorzugt mit dem in WordPress eingebauten Block-Editor Gutenberg arbeiten. Die Entwicklung geht in den nächsten Jahren weg von Themes hin zu Frontend-/Fullsite-Editing. Das lässt sich dann mit anderen Pagebuildern nach heutigem Stand schlecht umsetzen.

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