• Hallo!

    ich habe ein Themes ausgesucht und auch ein Child erstellt. Es ist mir aber immer noch ein Rätsel wie sie sich zueinander verhalten und wo ich genau was ändern muss. Jedes Mal frage ich mich, ob ich die Änderung im ursprünglichen Themes oder im Child vornehmen soll. Gibt es im Netz eine gute Seite auf Deutsch, wo man sich kurz und bündig über dieses Themes informieren kann?

    Danke

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  • Hallo,
    eine umfassende Darstellung findest du z. B. hier
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

    Wenn dir aus irgendeinem Grund die Gestaltung eines Themes nicht zusagt, kannst du zwar eine Änderung am Theme vornehmen und das wirkt sich auch direkt aus. Du hast dann aber zwei wesentliche Nachteile:

    1. Du kannst schlecht auseinanderhalten, was von dir und was vom Theme-Entwickler stammt. (Ließe sich über Kommentare besser auseinanderhalten, ist dann aber immer noch unübersichtlich.)
    2. Deine Änderungen werden beim nächsten (automatischen?) Update des Themes alle überschrieben. Deshalb auf Updates zu verzichten ist keine Option, weil du dann keine Fehlerkorrekturen mitbekommst und im schlimmsten Fall auf einer Sicherheitslücke sitzen bleibst.

    Es gibt aber einige Möglichkeiten, um nun trotzdem eigene Änderungen umzusetzen.

    1. Zunächst solltest du prüfen, welche Einstellungsmöglichkeiten dir das Theme bietet. Moderne-Multipurpose-Themes („Allzweck-Themes“) bieten dir im Customizer viele Möglichkeiten, die Gestaltung ohne eine Zeile Code zu ändern.
    2. Für einige Themes (z.B. TwentyTwenty) gibt es ergänzende Plugins, die die Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten im Customizer erweitern.
    3. Du kannst dir deine Webseite im Browser anschauen, mit Rechtsklick auf die Seite > Untersuchen die Entwickler-Tools öffnen und „was wäre wenn“-Spielchen machen, indem du die CSS-Regeln nach deinen Wünschen anpasst. Diese Anpassungen kannst du aus den Entwickler-Tools in den Zwischenspeicher kopieren, in den Customizer wechseln und unter Zusätzliches CSS einfügen. Das ist die einfachste Möglichkeit, nachträgliche Änderungen am Theme durchzuführen.
    4. Manche Themes bieten eine Reihe von Hooks, Schnittstellen über die du eigene Funktionen einbinden kannst, um z.B. den Inhalt des Footers aus verschiedenenen Komponenten zusammenzusetzen. Mit ein paar grundlegenden PHP-Kenntnissen kannst du diese Hooks für deine Zwecke nutzen und mit dem Plugin Code Snippets einfügen. Das macht deine Änderungen sehr übersichtlich und erspart dir das Anlegen eines Child-Theme.
      Alternativ zur Verwendung des Plugins Code Snippets kannst du natürlich auch ein eigenes Plugin programmieren.
    5. Ein Child-Theme ist eine Ergänzung eines Parent-Themes, dass im wesentlichen die Gestaltung übernimmt und nur aus den Teilen besteht, in denen du eine abweichende Gestaltung haben möchtest. Möchtest du z.B. die Formatierung eines Abschnitts mit eigenen CSS-Regeln ändern, fügst du deine CSS-Regeln (die du sonst im Customizer eingetragen hättest) in der Datei style.css des Child-Theme ein. Diese Datei wird dann nach der style.css des Parent-Theme geladen und überschreint dadurch auch Regeln zum gleichen Selektor.
      Ein Beispiel: Gefällt dir das Theme so weit gut, aber du möchtest unbedingt noch einen wichtigen Hinweis im Footer unterbringen und der Theme-Entwickler hat keinen Hook im Template footer.php vorgesehen, kopierst du das Template footer.php aus dem Parent-Theme in dein Child-Theme und änderst es nach deinen Wünschen. (Da dabei schnell Programmierfehler entstehen, ist es hilfreich, die Entwicklung in einer lokalen Testumgebung wie z.B. Local vorzunehmen und erst das fertige Child-Theme zu übertragen.)
      Grundsätzlich muss ein Child-Theme nur aus der CSS-Datei style.css mit dem Template-Header (und dort einer Angabe zum Verzeichnis des Parent-Themes) und einet functions.php bestehen, mit der du das Stylesheet des Parent- und Child-Themes einbindest. Das wird aber in der Dokumentation ausführlicher beschrieben, als ich es hier kann: Child Themes. Es gibt außerdem dutzende Tutorials, auch als Video und auch auf Deutsch, z.B. Wie man ein Child Theme in WordPress erstellt (Erweiterte Anleitung).

    Wenn es mit dem Child-Theme Probleme gibt, können wir das nur beurteilen, wenn wir uns den Code z.B. in einem GitHub-Repository anschauen können. Denk bitte auch daran: während dein Child-Theme sich auf Funktionen und CSS-Klassen des Parent-Theme beziehen wird, besteht immer die Möglichkeit, dass der Theme-Entwickler genau hier Änderungen vornimmt und dein Child-Theme nach einer (automatischen?) Änderung des Parent-Theme nicht mehr wie vorgesehen funktioniert (Das Child-Theme Dilemma). Deshalb sind die anderen Wege immer vorzuziehen.

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