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  • Gelöst pixel2404

    (@pixel2404)


    Hallo zusammen,

    ich würde mich gerne mit der Erstellung von Themes auseinander setzen. Ich vermute mal diese werden in PHP erstellt.

    PHP habe ich Grundkentnisse die ich wohl zuvor aufarbeiten sollte. Gibt es eine empfehlenswerte Lektüre zum Thema WordPress-Themes?

    Viele Grüße
    pixel24

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  • Gute Grundkenntnisse in PHP7, HTML5 und CSS3 sind für die Erstellung von Themes zwingend erforderlich, JavaScript-Kenntnisse zumindest hilfreich. Aber wie gut sind deine Englisch-Kenntnisse?

    Eine Quelle für viele gute Anleitungen ist die englischsprachige Website https://themeshaper.com
    Auf dieser Website findest du eine (inzwischen recht alte) Einführung zum Thema, die wesentliche Konzepte wie die Template Hierarchy oder die Struktur eines WordPress-Themes erläutert: https://themeshaper.com/2012/10/22/the-themeshaper-wordpress-theme-tutorial-2nd-edition/ – es lohnt sich, die Kapitel zumindest mal zu überfliegen, auch wenn der Einsatz des Starter-Themes Underscores vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß scheint.
    Dieses Tutorial geht natürlich nicht auf den (damals unbekannten) Block-Editor ein und schon gar nicht auf neue Überlegungen, wie Themes künftig aussehen könnten, aber für den Einstieg sicher sehr empfehlenswert. Für neuere Techniken findest du auf der Website ebenfalls zahlreiche interessante Blogbeiträge.

    Wenn du dich erst einmal mit Programmierkonzepten von WordPress vertraut machen möchtest, kann ich das auf Deutsch im Eigenverlag erschienene Buch WordPress für Entwickler: Crashkurs von David Remer, ISBN 978-3749429080 bzw. ASIN B07NTVPPDM für das Kindle E-Book, sehr empfehlen. Theme-Entwicklung ist hier nur eines von vielen Themen, die sinnvoll verdichtet vorstellt. Das Buch wendet sich allerdings weniger an Nutzer, die bisher nicht über <?php echo 'hello world'; ?> hinausgekommen sind.

    Ansonsten findest du natürlich auch in den gängigen Grundlagen-Büchern Kapitel, die mehr oder weniger kurz auf das Thema Theme-Entwicklung eingehen (z.B. WordPress 5.0, Rheinwerk-Verlag – 96 Seiten über Theme-Entwicklung).

    Danke für die ausführliche Antwort. Habe früher Webseiten in PHP erstellt teilweise auch mit kleinem selbst programmierten Shop-System. Das ist allerdings 20 Jahre her. Werde also erst mal mein PHP, CSS auffrischen.

    Englisch ist kein Problem, als Linux-Admin auch Tagesgeschäft.

    Dann solltest du dich mit den Tutorials gut zurechtfinden.
    Wir können hier Kenntnisse der Teilnehmenden oft schlecht einschätzen. Besser, wenn man dann kurz nachfragt.

    Übrigens liegt es inzwischen Jahre zurück, dass ich ein Theme selbst aufgesetzt habe. Dafür ist das Thema inzwischen zu komplex geworden und es gibt zu viele wirklich gut gemachte Themes, auf die man aufsetzen kann. Ob ein Kunde tatsächlich ein handgedengeltes Theme haben möchte, hängt von den Anforderungen, vor allem aber vom Budget ab und die wenigsten (meiner) Kunden sind bereit, nur für ein „eigenes“ Theme einen mittleren vierstelligen Betrags auszugeben.

    Aber zum besseren Verständnis ist es sicher nicht verkehrt, sich ins Thema einzulesen. Auch wenn Themes in geschätzt einem Jahr wieder völlig anders aussehen werden. (mehr Infos dazu: https://make.wordpress.org/core/2019/09/05/defining-content-block-areas/)

    Achso, ich markiere den Thread dann auch noch rasch als „gelöst“. Vielleicht fällt sonst noch jemand ein Tipp ein … der Thread ist ja weiter geöffnet.

    Ich habe mir die rechtlichen Rahmenbedingung noch nicht erlesen. Ich ging davon aus dass wenn ich ein fertiges Theme verwende und anpasse ich den Verweis im Footer drin lassen muss. Deshalb kam hier der Gedanke auf entweder eines zu kaufen oder eben selbst zu entwickeln.
    Aber wie gesagt, das ist jetzt nur eine Vermutung.

    Losgelöst aller rechtlichen Aspekte werde ich mich trotzdem einarbeiten da egal ob nur eine kleine Eigen-Anpassung oder ein Freelancer der beauftragt wird.

    Die Grundlagen sollte man wissen.

    Ja, Grundlagen kennen ist gut.

    Da Themes auf WordPress-Funktionen beruhen, sollten sie (zumindet für den funktionalen Teil) ebenfalls der GPLv2 unterliegen (vgl. Themes are GPL, too). Damit bekommst du das Recht,

    1. das Programm für jeden Zweck ausführen
    2. zu lernen, wie das Programm arbeitet und es so verändern, wie du magst
    3. es weiter zu verteilen und
    4. Kopien deiner modifizierten Versionen frei zu verteilen.

    (vgl. Rechtevergabe)

    Hier greift also Punkt zwei, das Recht das Theme so zu verändern, wie du es magst. Wenn dazu gehört, dass du den Link zum Entwickler aus dem Footer löschst und aus „Stolz präsentiert von WordPress“ in „Alles meins“ zu ändern – kein Problem. (Auch wenn es gegenüber den Entwicklern, die dir das Theme kostenlos zur Verfügung stellen, eine faire Geste ist, den Link als kleine Anerkennung stehen zu lassen.)

    Bei gekauften Themes wird häufig eine „Split-License“ erwähnt, also OpenSource für den Teil der WordPress-Funktionalität enthält und eine eingeschränkte Nutzungslizenz für die gestalterische Umsetzung. Hier sollten aber eigene Anpassungen auch kein Problem sein – schließlich kaufst du das Theme um es nach deinen Vorstellungen auf der Website einzusetzen und nicht, um deine Änderungen zu vermarkten.

    Danke für die Mühe und ausführliche Antwort 🙂

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