Support » Allgemeine Fragen » Einzelne Blöcke ohne Gutenberg?

  • Hallo zusammen,

    wer sich einmal mit seiner Site auf einen Pagebuilder eingelassen hat, weiß, dass ein späterer Umstieg nicht mehr möglich ist. Negative Erfahrungen mit WP Bakery veranlassen mich jetzt beim Neuaufbau einer Site, auch auf Gutenberg besser zu verzichten.
    An einigen Stellen – wo z.B. mehrere Text-/Bild-Spalten mit Farb-Background gewünscht sind, würde ich natürlich trotzdem gern auf einfache Weise (ohne massive Handcodierung von CSS im Textmodus) einen Block einbauen.
    Gibt es da Möglichkeiten, z.B. Plugins? Ich hab’s z.B. über das Plugin tablepress versucht. Das war gar nicht schlecht aber man sollte ja
    a) nicht Tabellen für Designzwecke nutzen und
    b) ist das Ergebnis auch für den nicht-eingeloggten User offensichtlich eine Tabelle.

    Beste Grüße

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  • wer sich einmal mit seiner Site auf einen Pagebuilder eingelassen hat, weiß, dass ein späterer Umstieg nicht mehr möglich ist.

    Das stimmt so nicht. Es gibt inzwischen durchaus Pagebuilder ohne Lock-In-Effekt. Die Gestaltung geht bei einem Wechsel verloren, die Inhalte sind aber weiter verwendbar. Das gilt übrigens auch für den Block-Editor, der seit Version 5.0 fester Bestandteil von WordPress ist.

    … auch auf Gutenberg besser zu verzichten.

    Das ist ein wenig missverständlich formuliert, da das Plugin Gutenberg eine Vorab-Version des integrierten Block-Editors ist. Das Plugin ist wie eine Beta-Version zu sehen. Für produktive Webseiten empfehlen die Entwickler die Nutzung des im WordPress-Core integrierten Block-Editors.

    … würde ich natürlich trotzdem gern auf einfache Weise […] einen Block einbauen. Gibt es da Möglichkeiten, z.B. Plugins?

    Früher™ wurden dazu Shortcodes verwendet. Das Plugin Shortcodes Ultimate bietet dir z.B. diverse Gestaltungsvarianten. Aber durch die Einführung des Block-Editors ist das eigentlich nicht mehr zeitgemäß.

    Ich hab’s z.B. über das Plugin tablepress versucht. Das war gar nicht schlecht aber man sollte ja
    a) nicht Tabellen für Designzwecke nutzen …

    Genau. Tabellen sollten ausschließlich für eine tabellarische Gegenüberstellung von Daten verwendet werden, nicht als gestalterisches Mittel. Eine für Suchmaschinen optimierte Webseite besteht aus semantischem HTML – die Tags liefern bereits Informationen über die Struktur der Webseite und ermöglichen dadurch auch Rückschlüsse auf den Inhalt. Ein HTML-Tag <table> sagt sinngemäß „Hey, hier hab ich ein paar Werte miteinander verglichen.“. Wenn du die Tabelle statt dessen zur Gestaltung verwendest, macht das keinen Sinn mehr. Und barrierefrei (also mit Screenreadern zu lesen) ist das dann auch nicht mehr.

    Zwischen Visual Composer, später WP Bakery genannt und dem aktuellen Block-Editor liegen Generationen. Du solltest das gedanklich trennen. Wichtiger ist aber, dass der Block-Editor bisher nur zu einem Bruchteil das leistet, was die WordPress-Community anstrebt. Ziel ist, die gesamte Webseite – Header, Navigation, Widgets, Inhalt, Footer – als Blöcke zu behandeln. Auf Shortcodes zurückzugreifen wäre, wie wenn du dein Smartphone in die Tonne haust, um künftig einen Pager zu nutzen, weil du irgendwo gelesen hast dass Smartphones mehr Strom verbrauchen.

    Also für ein paar farbige Blöcke, Spalten ist keine

    … massive Handcodierung von CSS …

    erforderlich.
    Eine https://wiki.selfhtml.org/wiki/CSS/Tutorials/Flexbox reicht …

    Flexbox ist für einige AnwenderInnen massiv. 😉

    😉

    Thread-Ersteller wordptester

    (@wordptester)

    Vielen Dank zunächst für die Antworten / Hilfeversuche.

    Ich habe jetzt ein paar Versuche mit Kombinationen aus Shortcodes, Image-Slider
    und Custom Sidebars gemacht – was alles nicht wirklich optisch das ergibt,
    was gewünscht ist.
    Zudem meldet Custom Sidebars nun, dass es ab WP5.7 nicht mehr unterstützt
    wird. Ich sehe die zu bauende Site schon mit allen Workarounds fertig und
    mit Einspielen von WP5.7 ff. nur noch einen einzigen Trümmerhaufen.

    Die schlechten Erfahrungen mit WPBakery (die den jetzigen kompletten
    Neu-Aufbau der fraglichen Site erzwingen) lassen mich sehr,
    sehr vorsichtig mit anderen Block-Editoren sein – auch wenn es der WP-eigene ist.

    Andererseits – wenn die Pläne der WP-Entwickler sogar dahin gehen,
    zukünftig noch weitaus mehr als nur Seiten und Beiträge mit dem
    WP-Editor (Gutenberg) bauen zu lassen, kommt man ja schlechterdings gar nicht
    mehr um ihn herum.

    Werde ich da jetzt zu meinem eigenen Besten ‚gezwungen‘ (bzw. die Eigner
    der Website) ?

    Wie steht es mit der Kompatibilität von themes mit dem WPEditor,
    für den Fall, dass später wieder ein frisches Outfit gewünscht wird?

    Beste Grüße

    Hallo,
    der WP-Editor heißt Block-Editor (nur damit keine Verwirrung entsteht).
    Wir setzen den Block-Editor in fast allen Bereichen auf allen von uns betreuten Seiten ein und ich bin mir ziemlich sicher, dass du damit eine Perspektive hast, die sich grundsätzlich von Pagebuildern wie z. B. WPBakery unterscheidet. Das hängt schon alleine damit zusammen, dass der Block-Editor im Core enthalten ist und die Community ein großes Interesse an der Weiterentwicklung hat.
    Interessante Beiträge und auch Podcasts dazu findest du u. a. auch auf wp-sofa.de
    Also: nur Mut 😉
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Die Versuche in Ehren, aber man kann es sich auch unnötig schwer machen.
    Wenn du WordPress einsetzt, ist doch der naheliegende Weg, erst einmal auf alle zusätzlichen Tools, die nicht zwingend notwendig sind, zu verzichten. Also den mitgelieferten Editor zu verwenden.

    Dass du da „zu deinem eigenen Besten ‚gezwungen‘ wirst“ halte ich für eine sehr ablehnende Haltung.

    Weiterentwickkung bedeutet auch, dass BenutzerInnen sich immer wieder an kleine Änderungen gewöhnen müssen. Wartest du die Entwicklung erst einmal aus sicherer Entfernung ab, wird aber die Anzahl der Änderungen immer größer und die Umgewöhnung schwerer. Webseiten zu schreiben „wie auf einer Schreibmaschine“ ist inzwischen nicht mehr zeitgemäß und die meisten AnwenderInnen möchten zumindest mehr Spielraum in der Gestaltung. – Du ja scheinbar auch?

    Nach meiner Erfahrung lernen übrigens AnwenderInnen, die vorher noch nie mit WordPress gearbeitet haben, am schnellsten mit dem Block-Editor umzugehen, weil sie unbelastet an die Sache herangehen. Für deine negativen Erfahrungen mit einem Plugin (!) kann ja keiner was.

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