Support » Plugins » Elementor → Und danach?

  • Gelöst kolliat

    (@kolliat)


    Hi Leute,

    bescheidene Frage:
    Außer der Startseite habe ich bislang nichts mit dem Elementor gemacht.
    Das Ding ist zwar wirklich prima, ABER:

    Der Code, den das Ding produziert, ist vom Plugin abhängig oder?
    Möchte nur sicherstellen, was mal passiert, wenn das Plugin nicht weiterentwickelt wird etc. und das Ding nicht mehr aktiv ist.
    Dann sind die betreffenden Seiten auch alle im Eimer. Oder?

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Richtig, Pagebuilder haben einen „Lock-In-Effekt“: deinstallierst du sie, gehen deine Inhalte verloren. Es gibt aber noch ein paar Gründe, die gegen Elementor sprechen. Schau dir mal den generierten Quelltext deiner mit Elementor erstellten Webseite an – das dürfte sehr verschachtelt sein.

    Der neue WordPress-Blockeditor bietet dir ebenfalls viele Gestaltungsmöglichkeiten, wobei die individuellen Einstellungen der einzelnen Blöcke nicht so umfangreich ausfallen wie bei den Elementor-Widgets. Vor allem erzeugt der Block-Editor HTML-Kommentare, die bei Wegfall des Block-Editors einfach im Browser ignoriert werden. Deine Inhalte gehen also im Gegensatz zur Nutzung anderer Pagebuilder nicht verloren.

    Ein weiteres Argument, das für die Nutzung des WordPress-eigenen Editors spricht ist die künftige Entwicklung. Der Verwendung des Block-Editor soll zunächst auf Widgets und Navigationsmenü ausgeweitet werden, später zum Full-Site-Editing (was Elementor mit Full-Canvas-Templates umsetzt). Es wäre schade, wenn du diese Entwicklung verpassen würdest.

    Das ist allerdings meine ganz persönliche Sichtweise und ich weiß, dass es viele AnwenderInnen gibt, die von Elementor wegen der vielen Einstellungsmöglichkeiten schwärmen (obwohl die Entwickler von Elementor kaum etwas für die WordPress-Community tun und sich nie an der Beantwortung von Fragen hier im Support-Forum beteiligen).

    kolliat

    (@kolliat)

    Danke für das tolle Feedback. Genau das ist mein Gedankengang. Er ist super, aber …

    Hmm. Ich muss gestehen, ich muss mir den originalen WordPress-Editor erst einmal ansehen. Seit der 1 min arbeite ich nämlich bislang mit dem Gutenberg-Editor. Und der hat ja auch nette Tools.

    Schade wegen dem Elementor. Aber es ist mir zu heikel, wenn ich dann die betreffenden Seiten alle wieder umbauen müsste, wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass das Tool gleich wieder vom Markt weg ist, derzeit ja als gering einzustufen ist. Dennoch…

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    ich muss mir den originalen WordPress-Editor erst einmal ansehen. Seit der 1 min arbeite ich nämlich bislang mit dem Gutenberg-Editor.

    Das ist wohl ein Missverständnis. Der neue Block-Editor wurde unter der Bezeichnung „Gutenberg“ entwickelt und konnte vor Einführung bereits mit dem Plugin Gutenberg ausprobiert werden. Inzwischen (genaugenommen seit Dezember 2018) ist dieser Block-Editor fester Bestandteil von WordPress. Wer wissen möchte, wie die Entwicklung voranschreitet, kann weiterhin das Plugin installieren und bekommt dann wieder die Vorabversion zu sehen, die aber noch vermehrt Fehler enthalten kann und vielleicht wird die eine oder adere Funktion später dann doch nicht so in den Core übernommen.

    … wenn ich dann die betreffenden Seiten alle wieder umbauen müsste …

    Viele Entwickler sehen das ganz pragmatisch: „Ich werde nur einmal vom Kunden bezahlt und liefere nur einmal eine fertige Website ab. Was danach kommt, interessiert nicht – es wird dann sowieso auf einen Relaunch mit ganz neuen Inhalten hinauslaufen.“ – Kann man so machen, aber ich fühle mich nicht wohl dabei.

    Über Pagebuilder ist in der WordPress-Community lange diskutiert worden. Vorteil für den Kunden ist, dass mit wenig Programmieraufwand (und damit geringen Kosten!) ansprechende Websites erstellt werden können und die Performance ist bei neueren Themes wie z.B. WP Astra auch nicht mehr so übel (auch wenn viele wohl eher über OceanWP den Einstieg finden).

    kolliat

    (@kolliat)

    Ah, okay. Dann sind wir hier komplett auf einer Schiene. In beiden Parts! :-).
    Dann bleibe ich auch auf dem System wie jetzt → und richtig, der Blockeditor ist prima! Nutze ich schon regelmäßig – und wenn’s nur oft zweispalten-Modi mit einmal Bild und 1x Code und dergleichen sind.
    Aber wirklich toller Weg!

    Herzlichen Dank nochmals. Frage gilt als gelöst – und oben drein super informiert!!!

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Die Inhalte gehen definitiv nicht verloren, auch werden sie nicht mit Shortcodes umgeben, wenn man Elementor entfernt.

    Sondern die CSS-Formatierungen gehen verloren. Texte, überschriften, Bilder etc. bleiben aber erhalten!

    Das Gleiche würde aber auch passieren, wenn man vom Block-Editor (Gutenberg) wieder zum klassischen wechselt bzw. den Block-Editor komplett deaktiviert.

    Und:
    Dass die Formatierungen verloren gehen, wird auch bei einem Themewechsel passieren.

    Ausschlaggebend sind die – die Inhalte umgebenden – Container/HTML-Tags, mitsamt den Theme-/Elementor/Block-editor eigenen CSS-Klassen und CSS-IDs, über die das Aussehen/Format hergestellt wird.

    Und natürlich spielen auch vom Theme/Elementor/Block-Editor eingefügte JavaScripts eine Rolle.

    Hier mal der direkte Vergleich, so sieht es im Original aus: https://gutenberg-editor.de

    und nachfolgend so, wenn Elementor entfernt wurde (aufs Bild klicken für Großansicht)

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    Moderator Hans-Gerd Gerhards

    (@hage)

    Hallo,
    auch wenn die Frage hier schon gelöst ist: Ich sehe das voll und ganz wie @pixolin. Wir setzen den Block-Editor (Gutenberg) mittlerweile bei fast allen Projekten ein bzw. stellen das entsprechend um. Es gibt zwar hier und da noch ein paar Stolpersteine, aber der Editor hat sich in den knapp zwei Jahren richtig gut entwickelt.
    Auch das ist meine ganz persönliche Meinung.
    Wenn du mehr zur Entwicklung auch im Zusammenhang mit einem Vergleich zwischen dem Block-Editor und Elementor wissen möchtest, kann ich dir diesen Podcast auf wp-sofa.de empfehlen.
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Hallo @hage

    es geht hier weniger um die „Glaubens“-frage bzw. persönlichen Präferenzen, sondern darum, dass geschrieben wurde, mit Entfernen des Elementors würden Inhalte verloren gehen.

    NEIN! Das ist nicht so.

    Es passpiert genau dasselbe, was bei einem Theme-Wechsel passieren würde oder passieren würde, wenn man den Block-Editor deaktiviert.

    Mehr nicht.

    Moderator Hans-Gerd Gerhards

    (@hage)

    Hallo @la-geek,
    ist schon klar 🙂
    Aber die Frage war auch, „was passiert, wenn das Plugin nicht weiterentwickelt wird“ und darauf bezog sich meine Antwort im Vergleich mit dem Block-Editor.
    Ich glaube allerdings nicht, dass das Plugin nicht weiterentwickelt wird, weil die Entwickler offensichtlich viel Geld zur Verfügung haben. Wie sich das weiterentwickelt, kann man sicherlich z. Zt. gar nicht sagen.
    Schönen Abend
    Hans-Gerd

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Hallo @hage

    die Frage, die sich generell seit Gutenberg stellt, ist auch „was ist mit künftigen Themes?, kann man heutzutage und wie kann man heutzutage überhaupt noch ein neues Theme entwickeln?“ Justin Tadlock hatte darüber mal einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Auch in der Plugin-Entwicklung steht für manche Plugins durch Gutenberg heute vieles auf unsicheren Beinen.

    Ich denke: Im Gegenteil! Wer Elementor einsetzt (auch für Kunden), hat sich vermutlich Gedanken über die Zukunft der eigenen oder der Kundenwebsites gemacht. Elementor ist der Marktführer und wird sicher künftig seinen Weg weiterhin machen, es steht zudem eine Firma dahinter (keine Einzelperson). Elementor ist grundsolide und (was in meinen Augen sehr wichtig ist) fertig in der Entwicklung.

    Es mag jede/r das nutzen, was ihm/ihr am liebsten ist oder wovon der-/diejenige überzeugt ist, für beides, Block-Editor oder Elementor, gibt es genügend Pros und Contras.

    Man sollte das Handeln der Leute, die eins von beiden einsetzen, auch nicht negativ beurteilen.

    Man kann auch gerne seine persönlichen Vorlieben kundtun, absolut okay. Aber wenn man drüber redet, dann ohne verkehrte Aussagen zu treffen (wobei ich jetzt absolut davon überzeugt bin, dass dies nicht wissentlich geschah). Aber wenn so etwas passiert, dann bedarf es halt einer Richtigstellung 🙂

    Euch auch noch einen schönen Abend -🌼

    Kleiner Nachtrag:

    Auch beim Pagebuilder Beaver Builder (dem zweiten gro0en Player am Pagebuilder-Markt) gehen übrigens keine Inhalte verloren, auch dort werden die Inhalte nicht mit Shortcodes verhunzt.

    kolliat

    (@kolliat)

    Dass die Daten weiterhin da sind, war mir schon klar. War vielleicht nicht ganz korrekt formuliert, wenngleich der Sinn verstanden worden ist.
    Aber mehr oder weniger unbrauchbar werden die Seiten dann dennoch.
    Wie ich schon sagte, ich habe nur die Startseite mit dem Elementor gemacht und bin auch wirklich begeistert, wie einfach es mit dem Ding ist. Das steht außer Frage.

    Aber ich hab – die alten Beiträge haben wir leider nicht geschafft – inzwischen 22.000 Artikel im System und will – wie immer WordPress auch weitergeht (was es hoffentlich tut) bei Upgrades und Co. dann einfach nicht ein Datenchaos haben. Und darum ging’s bei meiner Frage mehr oder weniger.

    Wenngleich sich dennoch auch eine interessante Diskussion entwickelt hat 🙂

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Guten Morgen @kolliat

    ein Datenchaos würdest du zwar nicht haben (nur die Formatierung = Aussehen/Style geht verloren, wie bei nahezu jedem Theme-Wechsel auch), aber eins kann man wohl definitiv sagen: Elementor wird es nicht länger als WordPress geben, denn es benötigt WordPress. Eher wird es umgekehrt sein, dass WordPress länger als Elementor existieren wird.

    Von daher bist du mit deiner Wahl auf der sicheren Seite und wenn du dich mit dem Block-Editor wohl fühlst und es für deine Ansprüche genügt, ist doch alles Okay 🙂

    kolliat

    (@kolliat)

    Guten Morgen!

    Yes. Durchaus. Wenngleich eben – wie erwähnt – der Elementor schon auch seine Reize hätte ;-). Aber alles kann man halt dann im Leben nicht haben 😀

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Die Inhalte gehen definitiv nicht verloren, auch werden sie nicht mit Shortcodes umgeben, wenn man Elementor entfernt.

    Stimmt. Ich hatte ganz allgemein in Erinnerung, dass Pagebuilder einen Lock-In-Effekt haben (so habe ich es auch formuliert), hätte aber erst prüfen sollen, ob das bei Elementor auch so ist.

    Ich entschuldige mich, dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist und bedanke mich für den Hinweis.

    Man sollte das Handeln der Leute, die eins von beiden einsetzen, auch nicht negativ beurteilen.

    Falls ich auch hier (indirekt) angesprochen sein sollte:
    Das habe ich auch nicht getan.

    Aber wenn man drüber redet, dann ohne verkehrte Aussagen zu treffen (wobei ich jetzt absolut davon überzeugt bin, dass dies nicht wissentlich geschah).

    Nein, das war nicht wissentlich.
    Ja, das war ein Fehler.

    Aber wenn so etwas passiert, dann bedarf es halt einer Richtigstellung

    „Wenn sowas passiert“ bezieht sich auf einen einzelnen Satz meiner ausführlichen Antwort. Ein einzelner Satz hätte als Richtigstellung völlig genügt. Trotzdem Danke für den Hinweis.

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Ich entschuldige mich, wenn es so aussieht, als wäre ich auf etwas herum geritten, mir hat vor Jahren einmal ein guter Freund gesagt, ich würde immer 10 Sätze brauchen, wo andere es mit einem Satz erklären.

    Man sollte das Handeln der Leute, die eins von beiden einsetzen, auch nicht negativ beurteilen.

    Falls ich auch hier (indirekt) angesprochen sein sollte:
    Das habe ich auch nicht getan.

    Viele Entwickler sehen das ganz pragmatisch: „Ich werde nur einmal vom Kunden bezahlt und liefere nur einmal eine fertige Website ab. Was danach kommt, interessiert nicht – es wird dann sowieso auf einen Relaunch mit ganz neuen Inhalten hinauslaufen.“

    Das klingt für mich negativ und da auch ich Elementor sehr gerne aus vielerlei Gründen für meine Kunden einsetze, hab ich mich davon persönlich angesprochen gefühlt. Was mich betrifft, entspricht das absolut nicht den Tatsachen.

    Es interessiert mich nämlich und ich mache mir immer sehr viele und gründliche Gedanken darüber, was danach kommt.

    Aber gut, du schreibst, du hast nichts Negatives geschrieben, damit ist die Sache für mich auch abgehakt, alles gut.

    PS:

    Vorteil für den Kunden ist, dass mit wenig Programmieraufwand (und damit geringen Kosten!) ansprechende Websites erstellt werden können

    Um Elementor/Pagebuilder wirklich gescheit einzusetzen, ist immer noch viel CSS nötig (meine CSS-Dateien sind immer sehr lang) und auch CPTs etc. nimmt einem so ein Pagebuilder nicht ab. Der Vorteil ist einzig, die einfache Bedienbarkeit für Kunden.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Das war in keiner Weise negativ gemeint.

    Etwas pragmatisch anzugehen (also laut Wikipedia das „praktische Handeln über die theoretische Vernunft“ zu setzen) ist bei mir nicht negativ belegt. Das konstruierte Zitat war ein Versuch, eine rein projektbezogene Herangehensweise verkürzt wiederzugeben.

    Aber schön zu wissen, dass du Elementor gerne verwendest und einsetzt. Mir fällt der Support für ein Pagebuilder-Plugin, mit dem ich aus mehreren Gründen nicht arbeite, zunehmend schwer.

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