Support » Allgemeine Fragen » Geschwindigkeitsmessungen / HTTP2

  • Gelöst apollon23

    (@apollon23)


    Hallo, ich hoffe, meine eher allgemeine Frage zu WordPress ist hier an der richtigen Stelle gestellt?

    Weshalb bieten einschlägige Geschwindigkeitsmessungen für Websites (Pagespeed Inside, also Google, Pingdom.com oder GTmetrix) nach so langer Zeit immer noch keine differenzierte Messung für Seiten mit HTTP2 an? WP-Rocket empfiehlt beim Einsatz von HTTP2 die Zusammenfassung von CSS und Java-Scripten auszuschalten. Wer das tut, kriegt aber bei den Messungen Werte um die Ohren, die keiner braucht. 😍 Ich bin auf Seiten mit so schlechten Messwerten gestoßen, dass ich die Empfehlung von WP-Rocket in den Wind geschlagen habe. Auch andere Fachleute empfehlen, die Zusammenfassung nicht vorzunehmen. Vielleicht gibt es Messungen für HTTP2 Seiten, die mir noch nicht untergekommen sind? Weiß einer was darüber? Einen Unterschied in der Performance sehe ich mit eingeschalteter Zusammenfassung von CSS und Java-Script nicht. Hier ist übrigens PHP 7.3 im Einsatz und der OPCache ist aktiv.

    Viele Grüße
    Horst

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • Der Hintergrund ist, dass die Anzahl der HTTP-Requests schlecht für die Performance ist, wenn die Dateien sequentiell (eine nach der anderen) abgerufen werden. Die pauschale Empfehlung ist dann die Anzahl der HTTP-Requests zu verringern und so die Performance zu verbessern.
    Bei HTTP/2 werden die Dateien asynchron (mehrere Dateien parallel) übertragen, womit die Zusammenfassung mehrerer CSS- und/oder JavaScript-Dateien keinen Vorteil mehr bringt. Deshalb wird empfohlen, auf Webservern, die bereits HTTP/2 nutzen, auf die Zusammenfassung zu verzichten.

    Die Online-Performance-Tools wie PageSpeed, Webspeedtest, GTMetrix, usw. möchten dir Empfehlungen geben, wie die Webseiten optimiert werden können. Dabei wird der Datenstrom mit standardisierten Textmethoden untersucht und Textbausteine mit Empfehlungen ausgegeben. Das kannst du dann umsetzen oder aber, weil du weißt was HTTP/2 ist, ignorieren.

    Als Faustformel lässt sich sagen, dass WordPress-Themes mit sehr viel Einstellungsmöglichkeiten häufig (aber nicht immer, es gibt inzwischen sehr attraktive Ausnahmen) zu einer schlechteren Performance führen, als ein Theme mit einem fest vorgegebenen Layout. Es ist dann eine grundsätzliche Entscheidung, ob du vielleicht auf Animationseffekte und aufwändige Layouts verzichten kannst und ob du wirklich für die Website vier verschiedene Webfonts in unterschiedlichen Schriftschnitte benötigst. Anders gesagt: Eine Webseite auf der nur „Hello World“ steht, hat vermutlich eine unglaubliche Performance und ein Spitzen-Ergebnis bei PageSpeed, hilft aber ansonsten zum Absatz von Produkten oder Verbreitung einer Information herzlich wenig.

    PageSpeed ist keine olympische Disziplin und es kommt auch niemand von Google vorbei, um dir bei Erreichen von 100% Performance zu gratulieren. Es gibt nicht einmal ein besseres Ranking in den Suchmaschinenergebnissen. Also im Zweifelsfall einfach die wertvollen Hinweise berücksichtigen und die übrigen Informationen gelassen zur Kenntnis nehmen.

    Hallo, Danke für die detaillierten Informationen. Ich war mir nicht im Klaren darüber, ob nicht solche Messungen, wie sie ja auch von Google selbst (PageSpeed) angeboten werden, bei der Ermittlung der Seitengeschwindigkeit, die sich im Ranking niederschlagen, nicht eine Rolle spielen. Irgendwie wird Google die Geschwindigkeit dafür ja wohl auch messen. 🙂

    Darf ich Ihre Antwort in meinem Blog veröffentlichen? Ich hatte darüber kürzlich in einem Artikel geschrieben. Danke.

    Gruß, H.

    Da wäre es wohl besser, wenn du* dich auf den Beitrag von Caspar beziehst:

    F*ck Pagespeed

    Abgesehen von ein paar wohldosierten Kraftausdrücken hat Caspar das Thema ausführlicher behandelt und auch Quellen angegeben.

    Caspar hat über längere Zeit im Support des von dir genannten Plugins gearbeitet und verfügt auch sonst über Kenntnisse, denen ich nicht das Wasser reichen kann.

    (*Wir verwenden hier, wie in internationale OpenSpource-Communities üblich, das unkompliziertere, aber nicht wenig resprektvoll gemeinte, weniger förmliche „du“.)

    Das mache ich. Danke dir.

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