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  • Gelöst CannedBear

    (@cannedbear)


    Hallo, eine Frage an Performance-Profis:

    um die Anzahl an http-Requests zu reduzieren und die Performance der Seite zu optimieren gibt es ja mehrere Möglichkeiten.

    – JS und CSS Dateien minimieren und zusammenfassen (z.B. autoptimize Plugin)
    – JS und CSS Dateien asynchron laden oder in den Footer schieben
    – JS und CSS Dateien nur auf Seiten laden wo sie benötigt werden (z.B. Perfmatters Plugin)
    – WP Core Dateien von einem CDN ausliefern lassen (z.B. commonWP Plugin)

    Jetzt frage ich mich was hier die beste Strategie ist. Schließt die eine Variante evtl. eine andere aus? Kann ich alle diese Methoden verwenden?

    z.B. wenn ich die JS und CSS Dateien mit dem einen Plugin zusammenfasse:
    1.) funktioniert es dann überhaupt noch sie auf Seitenbasis (perfmatters) auszuschließen? Wenn nein, welche Variante wäre vorzuziehen?
    2.) wenn sie zusammengefasst sind, macht es dann noch Sinn einige JS und CSS Dateien von einem CDN ausliefern zu lassen? Oder wäre ein CDN die bessere Wahl?
    Machen CDN (und http2) diese Methoden dann überflüssig?

    Einen Haufen Fragen ich weiß 😉 . Die eine Antwort gibt es wahrscheinlich auch nicht. Bin für jede Hilfe dankbar.

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  • Deine Vorschläge zur Performanceoptimierung sind ein wenig sterotyp.

    JS und CSS Dateien minimieren und zusammenfassen
    Minimieren ist OK, wobei das bei richtiger Konfiguration (.htaccess) ohnehin serverseitig erfolgt. Zusammenfassen war gut für die Performance, so lange die Dateien einzeln abgerufen und sequentiell übertragen wurden. Durch die asynchrone Übertragung mit HTTP/2 ist das nahezu irrelevant geworden.

    JS und CSS Dateien asynchron laden oder in den Footer schieben
    Wenn du sie asynchron lädst, brauchst du sie nicht in den Footer zu packen. Die Idee war ja, erst einmal die sichtbaren Inhalte zu laden („dann hat der Webseitenbesucher schon mal was zu gucken“) und unwichtigere Animationseffekte oder Interaktion erst am Ende zu laden, während das Dokument schon lesbar ist. Grundsätzlich sollte das, soweit möglich, bei der Theme-Entwicklung berücksichtigt werden – als Anwender hast du da kaum was mit zu tun.

    JS und CSS Dateien nur auf Seiten laden wo sie benötigt werden
    Das fällt mir vor allem bei Seiten mit Contact Form 7 häufig auf: auch wenn der Plugin-Entwickler in seiner Dokumentation ausdrücklich beschreibt, wie die Dateien nur dort geladen werden, wo auch ein Kontaktformular auftaucht, halten sich die wenigsten daran. Vielleicht ist ihnen aber auch der geringe Performance-Gewinn nicht den zusätzlichen Aufwand wert? Die meisten Nutzer werden ein einfach zu bedienendes Cache-Plugin installieren … „und gut is'“.

    WP Core Dateien von einem CDN ausliefern lassen
    CDN, also weltweit verteilte Distributionen deiner Website, machen dann Sinn, wenn du sicherstellen musst, dass deine Webseite auch in Tokio, Kapstadt und Reykjavik flott lädt. Für die Vereinsseite des TUS Hintertupfing oder den Häkelmoden-Webshop ist das vielleicht nachrangig und dann kommt ja noch die Problematik, wie man das jetzt mit der DSGVO vereint. 🙂

    Ehrlich jetzt? Nach meiner Erfahrung täten die meisten AnwenderInnen hier schon viel für Ihre Webseite, wenn sie gescheit mit Ressourcen umgehen: Ein ordentlicher Webhoster (muss gar nicht teuer sein, aber die meisten AnwenderInnen sind da völlig phantasielos), möglichst kleine Bilder (optimiert mit TinyPNG), wenig Webfonts und Icons, eine überschaubare Anzahl an Plugins, keine komplizierten Embeds oder iFrames, ein geschickt ausgesuchtes Theme, das mit wenig Einstellungen auskommt, eine kluge Einrichtung der .htaccess (die Performance-Test-Websites geben dazu reichlich Hilfe) und schon kommst du mit den allermeisten Websites auf Ladezeiten unter 3 Sekunden. Dann noch ein gutes Cache-Plugin und du halbierst den Wert nochmal. Ich wäre damit schon recht zufrieden.

    Thread-Ersteller CannedBear

    (@cannedbear)

    Vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Input!

    Ordentlicher Hoster, Caching, Bilder-Optimierung, habe ich alles schon umgesetzt. Vielleicht übertreibe ich es auch ein wenig mit der Optimierung, bin auch schon deutlich unter 3 Sekunden. (2,2 in gtmetrix)

    Der Hinweis auf die http-requests ist halt der, der noch übrig ist in den meisten Tools. Gerade bei Google’s Pagespeed Tool schlägt der recht negativ zu Buche. Aber letztlich zählt ja die Ladezeit für den User und nicht irgendwelche Punkte in Tools.

    Habe auf jeden Fall schon wieder einiges dazugelernt.

    Thread-Ersteller CannedBear

    (@cannedbear)

    PS als gelöst markeirt

    Page Speed … Vielleicht magst du diesen Beitrag [NSFW] mal lesen.

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