• Gelöst grazermadl

    (@grazermadl)


    Hallo @all!

    Ich habe bis jetzt noch nie eine mehrsprachige Website erstellt und wurde nun gebeten dies zu tun. Meine Wahl wird wohl auf WPML fallen, da ich hier sicher bin, dass das Plugin gut mit Elementor (ich arbeite mit dem Pagebuilder) kompatibel ist.

    Ich habe aber generelle Fragen dazu:

    Wenn ich die Website mit WPML aufsetze, sollten die jährlichen Kosten für die Verlängerung dann nicht bei der Person liegen, für die die Webiste-Erstellung erfolgt? Ich bin keine große Agentur. Erstelle nur hin und wieder Websites. Sprich, ich kann sowas eigentlich gar nicht mitverkaufen…oder wie handhabt ihr das?

    Bzw. wenn ich den Plugin kaufe und er nach einem Jahr nicht verlängert wird, wie groß sind die Chancen dass dann die Site bei Aktualisierungen zusammenbricht?

    Wäre für Input dankbar. Wie gesagt, hab bist jetzt 0 Erfahrung damit gesammelt….

    Lieben Gruß

    Nicole

Ansicht von 15 Antworten – 1 bis 15 (von insgesamt 18)
  • Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Die Kostenfrage solltest du dem Auftraggeber stellen. Sicher ist jedenfalls, dass zeitnahe Aktualisierungen immer notwendig sind, nicht nur aus Kompatibilitätsgründen sondern sie stellen auch sicher (sollten sie zumindest), dass Sicherheitslücken damit behoben werden. Das solltest du genau so mit dem AG kommunizieren. Findet sich keine kostenlose Lösung, dann muss der AG entscheiden und immer alles schön schriftlich dokumentieren.

    Such dort einmal nach WPML https://patchstack.com/database/
    das bedeutet nicht, dass WPML besonders unsicher ist, Sicherheitslücken können bei allen Plugins auftreten, je bekannter, desto beliebter und interessanter bei/für Hacker – aber in der Regel auch von den Entwicklern besser gewartet (aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen).

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Mir ist es ganz lieb, wenn Kunden Lizenzen für Themes und Plugins selbst erwerben. Im Rahmen der Installation stelle ich sicher, dass der Lizenzschlüssel für künftige Updates eingetragen ist, habe dann aber mit den Updates selbst nichts zu tun (sofern kein kostenpflichtiger Wartungsvertrag abgeschlossen wurde). Während der ersten sechs Monate schaue ich, wenn der Kunden damit einverstanden ist, gelegentlich nochmal drauf, ob die Website soweit läuft und frage nach, ob der Kunde zufrieden ist.

    Sollte der Kunde irgendwann den Betreuer seiner Website wechseln, braucht er nicht nach irgendwelchen Lizenzschlüsseln fragen. Ich finde das so sauberer gelöst.

    Zu kostenpflichtigen Plugins können wir hier übrigens nicht helfen, weil sie uns auch nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nach Ablauf der Lizenz wird es vermutlich auch beim Entwickler schwer, Support zu bekommen.

    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    @la-geek Dank dir für den Tipp mit der Seite.

    Ja ich habe es vor mit dem AG zu besprechen. Muss vorher nur generell wissen wie man das üblicherweise handhabt. 🙂
    Und ja – ich weise eigentlich immer alle meine AG ein, dass sie sich regelmäßig um ihre Plugin-Aktualisierungen kümmern bzw. diese keinesfalls auf „automatisiert“ einstellen. Mir ging es nur darum was passiert wenn die Lizenz ausläuft. Wenn bei Elementor die Lizenz ausläuft weiß ich dass die Seite weiterfunktioniert, bzw. Inhalte/Widgets (wie Slideshow / Bildergalerie/etc) sogar noch bearbeitet werden können. Allerdings besteht das Risiko, dass der Bereich dann beim Speichern auch komplett zusammenkracht. Mit dem Risiko leb ich aber. Da sag ich meinen Kunden vorher dass das unter Gewährleistung fällt. Ich kann WPML halt schwer einschätzen. Also was passiert wenn die Lizenz nach einem Jahr ausläuft…

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Dann ergänzend auch meine persönliche Vorgehensweise. Anfangs hatte ich den Fehler gemacht, ein Plugin im Abo-Modell (Lizenzen für unlimitierte Websites) zu erwerben, ich dachte mir, ich nutze es selbst, daher werde ich es auch fortan weiterbezahlen. Zeiten vergehen, ich setze mittlerweile den technischen Anforderungen entsprechend ein moderneres Plugin ein, zahle aber weiterhin, da die von mir erstellten Kundenwebsites diese immer noch installiert haben. Ich kann ja schlecht die Kunden jetzt anschreiben und erklären, dass sie auf einmal zahlen müssten, da ich es zuvor ja nie mit ihnen so kommuniziert hatte.

    Ich kaufe, wenn, dann nur noch Lifetime-Lizenzen für ein unlimitierte Anzahl von Websites. Damals gab es auch WPML noch als Lifetime-Lizenz, hier hatte ich damals mit dem Kunden einen Eigenanteil vereinbart und ich zahlte den Rest.

    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    @pixolin

    Vielen Lieben Dank für die Antwort.

    Ich denk ich bin da bei dir. Lass auch alles Websits selbst hosten. Will eigentlich gar nix damit zu tun haben. Bin ja keine Agentur. Wer weiß wie sich mein Unternehmen in einem Jahr entwickelt oder – blöd gesagt – mit mir irgendwas ist…dann steht der Kunde da.

    Weil du gerade den Wartungsvertrag ansprichst: Ich habe der potentiellen AG soeben mitgeteilt wie viel bei mir die Wartung kosten würde. Darf ich nach deiner Meinung fragen: Wie viel kann man für monatliche Website Wartung verrechnen? Ich ging davon aus, dass dies mind. 45 bis 60 Euro wert ist. Die potentielle AG meinte „Huch bitte wie. So teuer- sie hätte dafür 200 Euro im Jahr gezahlt….“ Wenn diese Frage unangebracht ist, dann bitte ignorieren. Hab mich nur gerade so geärgert 🙂

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monaten von grazermadl.
    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    @la-geek ja Lifetime Lizenzen sind Gold wert.
    Fällt dir ein Plugin für mehrere Sprachen ein, der diese Option anbietet?

    Es ist wie du sagst. Dachte vorhin auch schon dass ich vl das Paket für mehr Websites nehme und selbst die Lizenz kaufe. Was aber Schwachsinn ist. Was ist wenn ich diese dann gar nimmer benötige….

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    @grazermadl immer alles schriftlich festhalten. Ich lasse mir im Vertrag bereits unterschreiben, dass zum Beispiel Wartung nicht zur Website-Erstellung gehört und Wartung wegen Sicherheit und Kompatibilität erforderlich sind.

    Bei Abo-Modellen würde ich den Kunden schriftlich! darauf hinweisen, dass jährliche Gebühren fällig werden, die Kunde zu zahlen hat und dass bei dem Wegfall von Updates (wegen Nichtbezahlung) Sicherheitslücken entstehen können und auch Störungen der Website bis hin zum kompletten Ausfall der Website. Kunde muss mir das aber dann auch schriftlich bestätigen.

    Nachtrag:

    Fällt dir ein Plugin für mehrere Sprachen ein, der diese Option anbietet?

    Wie geschrieben, habe ich ja bereits WPML, da schau ich nicht mehr nach anderen Preismodellen 🙂

    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    @la-geek

    Ja mit Lifetime Version benötigt man das nicht. Stimmt. Es ist wirklich ärgerlich dass man nur mehr selten Lifetime Abos bekommt.

    Und herzlichen Dank für den Hinweis im Vertrag. Ich habe meine Sevdesk Auftragsbestätigung gerade um einige Sätze ergänzt.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Die Kalkulation für Wartung ist recht simpel. Nehmen wir an, du prüfst die Websites alle zwei Wochen. Die Arbeitszeit für eine reine Sichtprüfung (Anmeldedaten raus suchen, anmelden, Backend prüfen: liegen Updates an, gibt es Fehlermeldungen?, Frontend: sind einige Seiten gut erreichbar, gibt es Fehlermeldungen?) . Das überschlgst du mit zehn Minuten. Gibt es Updates, kommt die Erstellung eines Backups, Aktualisierung, Prüfung der Funktionalität hinzu. Macht rund 20 Minuten. Mittelwert pro Monat eine halbe Stunde, im Jahr 6 Stunden. Die multipliziert du mit deinem Stundensatz, ggf. mit einem kleinen Aufschlag. Bei 90€ Stundensatz sind 45€ im Monat ein realistischer Wert. Die angegebene Zeit richtet sich nach dem Umfang der Website. Gibt es viele Plugins oder komplexere Einstellungen, erhöht sich die Arbeitszeit. Wenn der Kunde Fehlkonfigurationen vornimmt, sowieso. Das sollte aber nicht Bestandteil eines Wartungsvertrages sein.

    Wenn das dem Kunden zuviel ist, kann man auch automatisierte Aktualisierungen einrichten und lediglich bei Fehlermeldungen drüber schauen. Dann ist aber ein Monitoring sinnvoll, dass Alarm schlägt, wenn die Website über längere Zeit nicht erreichbar ist.

    Viele Kunden möchten das Thema Website mit einer einmaligen Zahlung erledigt haben. Hier ist ein wenig Aufklärungsarbeit nötig, dass eine Website dynamischer ist als eine Waschmaschine, die zwanzig Jahre läuft und dann abgeschrieben ist. Immerhin können die Rechnungen als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

    Mit Support hat das nichts zu tun, aber ich hoffe, dass eine (stark vereinfachte) Einschätzung trotzdem hilft.

    Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Nehmen wir an, du prüfst die Websites alle zwei Wochen.

    Ich prüfe (Wartung Kundenwebsites und eigene) täglich, manchmal zweimal täglich auf Updates, lege regelmäßig Backups an, verschlüssele sie und lade sie so als Zweitkopie in eine Cloud, prüfe nach Updates die Erreichbarkeit der Website, bei Kontaktformularen z. B. mit einem Testversand an eigene Adresse und stelle bei fehlerhaftem Update die vorherige Website mithilfe eines Backups wieder her. Das alles als Pauschalpreis für Kunden (und wenn ich Begos Kalkulation betrachte, ist das meinerseits deutlich underpriced). Fehlerbereinigungen etc. zahlt Kunde nach vorheriger Absprache auf Kundenbasis.

    Kurzum, wenn du etwas verkaufen möchtest, begründe es nachvollziehbar für den Kunden und frage, welche Leistung für die von deiner Kundin genannten niederpreisigen vorherigen Wartung erbracht wurden.

    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    Ich muss mich wirklich herzliche bei euch beiden bedanken. Ihr habt mir sehr zur weiteren Vorgehensweise und Orientierung geholfen.

    Meiner Meinung nach ist so ein Wartungsvertrag nämlich auch umfangreicher. Und ich würde wie gesagt immer von Automatisierungen abraten. Ich denke die potentielle AG hat sich das einfacher vorgestellt als es ist…

    Ich werde dieses Thema nun schließen muss aber gleich wieder ein neues eröffnen 🙂

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    @la-geek

    Ich prüfe (Wartung Kundenwebsites und eigene) täglich, manchmal zweimal täglich auf Updates …

    Das hängt stark von der Website ab. Wenn du Broschür-Websites hast, bei denen der Freiberufler jedes halbe Jahr mal einen neuen absolvierten Lehrgang in die Website aufnimmt, ist eine tägliche Prüfung der Website etwas eintönig – da passiert ja nix. Was aber nicht ausschließen soll, dass es Websites gibt, bei denen deutlich mehr los ist und das sicher auch in der Kalkulation berücksichtigt werden muss.

    Meine Darstellung der Kalkulation sollte auch nur angeben, wie man sich dem Thema nähert. Nach einem Jahr sieht man dann, ob man damit zurecht kommt, wobei spätere Preiserhöhungen nicht gerne gesehen werden.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    @grazermadl

    Und ich würde wie gesagt immer von Automatisierungen abraten.

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Automatisierte Updates haben den Vorteil, dass Sicherheitslücken geschlossen werden, sobald ein Bugfix vorliegt – und nicht erst beim nächsten Wartungsturnus. Wenn du wie Angelika „täglich vorbeischaust“ ist das kein Thema, wenn du aus Kostengründen ein Wartungsintervall von einem Monat ausgemacht hast, schon eher.

    Thread-Starter grazermadl

    (@grazermadl)

    Okay danke. Ja das stimmt sicher. In dem Fall hast du sicherlich recht.

    Ich meine eher diese Kundenseiten, die nie kontrolliert werden und wo sich die Kundin dann auf diese Automatisierungen verlässt und man erst nach Wochen draufkommt, dass die Seite down ist. 🙂

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Das habe ich auch schon erlebt – deshalb der Hinweis auf ein Monitoring, z.B. mit UptimeRobot.

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