• Hallo zusammen, da ich von anderen Redaktionssystemen komme, habe ich eine Frage wo der beste Kompromiss zwischen individuell ausgestalteten Seiten und einer Pflegbarkeit besteht.

    Ich verfolge derzeit den Ansatz Content direkt in einzelne Templates fest zu verbacken, weil ich den Anschein habe, dass Zusatztools wie Visual Composer wenig geübte Nutzer überfordern und – noch wichtiger – dem Entwickler dennoch Spielraum nehmen (z.B. in Sachen responsive Layout)

    Andererseits gäbe es die Möglichkeit Seitenattribute zu verwenden um die Inhalte überhaupt pflegbar zu belassen, allerdings ist auch das mehr eine Krücke als ein schönes Handling.

    Gibt es grundlegend bessere Ansätze oder ist eben genau DAS der Punkt wo WordPress und andere Systeme immer wieder an ihre Grenzen stoßen?

    Vielen Dank für die Hilfe schon mal!

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  • Ich verfolge derzeit den Ansatz Content direkt in einzelne Templates fest zu verbacken, …

    Content sollte nie Bestandteil eines Templates sein, weil du dir damit die Möglichkeit nimmst, flexibel Änderungen vorzunehmen.

    … weil ich den Anschein habe, dass Zusatztools wie Visual Composer wenig geübte Nutzer überfordern

    Pagebuilder wie der (nicht unumstrittene) Visual Composer sollen gerade ungeübte Anwender in die Lage versetzen, z.B. mehrspaltigen Satz ohne Programmierung verwenden zu können. Wenn dir (oder deinen Kunden) das zu kompliziert ist, such dir eines der vielen Themes aus, die ohne Pagebuilder bestens zurecht kommen.

    Ich habe auch „eigene“ Lösungen gesehen, bei denen Entwickler WordPress-Themes nur so(weit) programmiert haben, wie es vom Kunden vorgegeben war – bei denen also bestimmte Dinge fest im Theme eingebaut waren, andere „unwichtige“ Dinge wie ein Kommentarfeld weggelassen wurden („… aber Sie wollten doch nie bloggen? Ach, jetzt doch? Nee, das geht natürlich jetzt nicht …“). Diese Lösungen weichen unter Umständen soweit vom Standard ab, dass sie sehr schlecht zu pflegen sind. Dem Kunden tut man damit keinen Gefallen.

    Andererseits gäbe es die Möglichkeit Seitenattribute zu verwenden um die Inhalte überhaupt pflegbar zu belassen, allerdings ist auch das mehr eine Krücke als ein schönes Handling.

    Die Seitenattribute legen fest, mit welchem Template Inhalt ausgegeben werden sollen; sie ändern aber keinesfalls den Inhalt.

    Gibt es grundlegend bessere Ansätze oder ist eben genau DAS der Punkt wo WordPress und andere Systeme immer wieder an ihre Grenzen stoßen?

    WordPress wird millionenfach zu sehr unterschiedlichen Zwecken verwendet. Wenn du hier von Grenzen sprichst, hast du die vielfältige Nutzbarkeit von WordPress vermutlich noch nicht kennengelernt.

    Für einen grafisch und technisch wenig ambitionierten Anwender bietet WordPress die Möglichkeit, mit wenig Aufwand optisch ansprechende Webseiten zu publizieren. Dabei ist gewollt, dass der Nutzer am Layout keine Änderungen vornimmt („gelbe Comic Sans auf malvefarbigem Hintergrund“).

    Wer grafisch aufwändigere Layouts umsetzen möchte, kann entweder ein Theme mit einem besonderen Design oder eines der vielen Multipurpose-Themes nutzen, die Layoutänderungen mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten und ohne Programmierung anbieten. Desto mehr Einstellungsmöglichkeiten, desto schlechter ist allerdings grundsätzlich die Performance.

    Wer vorhandene Themes nach eigenen Wünschen ändern möchte, kann (Grundkenntnisse in CSS vorausgesetzt) eigene Stylesheets über den Customizer hinzufügen oder ein Child Theme erstellen.

    Wer damit immer noch nicht genug hat und eine wirklich individuelle Lösung benötigt, kann ein Theme ganz nach seinen Vorstellungen programmieren und dabei z.B. auch ganz neue Inhaltsarten definieren (Beiträge, Seiten und … Produkte/Events/Restaurant-Kritiken/Speisen/…).

    Über benutzerdefinierte Felder kannst du jeder Seite und jedem Beitrag weitere Informationen hinzufügen – das kann auch z.B. ein Name für eine CSS-Klasse sein, mit der du dann z.B. jedem Beitrag eine unterschiedliche Hintergrundfarbe gibst.

    Thread-Starter schaltwerk

    (@schaltwerk)

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort… Ich stimme soweit vollkommen mit Dir überein. Du kannst mit Sicherheit davon ausgehen, dass ich vielfältige Nutzung aus technischer Sicht noch nicht überblicke – definitiv! Das ist der Ursprung meiner Frage. 🙂

    Wordpress ist ja im Ursprung als Blogsystem für „linear“ fortlaufende, gleichförmige Artikel gedacht. Du sprichst auch von Inhaltsarten… Auch diese sind gewissermaßen gleichförmig.

    Wie gehe ich korrekt damit um, wenn Seiten flexibel und variabel gefüllt werden sollen?
    Platt gesagt… Wie schaffe ich es auf einer Seite mehrere Texte und Bilder zu pflegen und diese an festgelegten Positionen im Template auszugeben?

    Der Ansatz über Visual Composer & Co. geht natürlich in die entscheidende Richtung, allerdings sehe ich hier keine Möglichkeit für einzelne Elemente im Bezug auf responsive Layout und Breakpoints einzugehen. Margins, Paddings, etc. beziehen sich in diesem Fall grundsätzlich auf dieses Element? Richtig?

    Zur Veranschaulichung hier ein beispielhaftes Layout um es konkreter zu machen:
    https://xd.adobe.com/view/5f4c9d06-1054-4a3c-afa1-3a81c6fa2934/

    Nun – nur um meinen Knoten im Kopf zu verdeutlichen – ein Vergleich zu Typo3. In diesem Fall kann ich Seitenbereiche definieren und diese mit Inhaltselementen frei bestücken.
    Meine konkrete Frage lautet also: Wie wäre ein vergleichbares Vorgehen in WordPress?

    Wie gehe ich korrekt damit um, wenn Seiten flexibel und variabel gefüllt werden sollen?
    Platt gesagt… Wie schaffe ich es auf einer Seite mehrere Texte und Bilder zu pflegen und diese an festgelegten Positionen im Template auszugeben?

    Das ist tatsächlich ein Schwachpunkt. WordPress ist zunächst einmal nicht dafür gemacht Inhalte per Drag & Drop auf einer Seite zu arrangieren, wie du es von einem Präsentations- oder DTP-Programm kennst.

    Viele Themeentwickler möchten trotzdem die Startseite aufwändiger gestalten und gehen dazu unterschiedliche Wege:

    • Verwendung von „featured posts“, also Beiträgen, die einer Kategorie „featured“ zugewiesen werden. Davon werden z.B. die aktuellesten drei abgerufen und in drei Spalten nebeneinander ausgewiesen. (Geht alternativ auch mit einer eigenen Inhaltsart.)
    • Laden von Seiten in Abschnitten, wie es aktuell das Standard-Theme Twenty Seventeen macht.
    • Verwenden von Widget-Bereichen, bei denen Textabschnitte als Widget hinzugefügt werden.
    • Verwendung von Pagebuildern, die eine gezielte Auswahl von Inhalten und eine Zusammenstellung per Drag & Drop ermöglichen (dafür aber andere Nachteile mitbringen, z.B. proprietäre Inhalte – wenn du den Pagebuilder wieder löschst, sind die Inhalte weg).

    Nun – nur um meinen Knoten im Kopf zu verdeutlichen – ein Vergleich zu Typo3. In diesem Fall kann ich Seitenbereiche definieren und diese mit Inhaltselementen frei bestücken.

    WordPress ist nicht Typo3. Wenn du mit Typo3 besser zurecht kommst, verwende das.

    Thread-Starter schaltwerk

    (@schaltwerk)

    Es gibt keinen Grund nur Typo3 zu verwenden… Ich habe einen Vergleich angestellt um meine Problematik zu verdeutlichen. In der Hoffnung, dass es möglicherweise noch andere Entwickler gibt, die die Schwierigkeiten nachvollziehen können.

    Alle Systeme haben Stärken und Schwächen und das Projekt selbst entscheidet über das CMS.
    Da es in diesem Fall konkret um WordPress geht, ist es ziemlich unsinnig auf Typo3 zu verweisen.

    Das Laden von Seiten in Abschnitte könnte mir Erleichterung bringen… Danke für den Hinweis. Ich berichte…

    Da es in diesem Fall konkret um WordPress geht, ist es ziemlich unsinnig auf Typo3 zu verweisen.

    Ich war nur auf deine Frage eingegangen. ¯\_(ツ)_/¯

    Nun – nur um meinen Knoten im Kopf zu verdeutlichen – ein Vergleich zu Typo3. In diesem Fall kann ich Seitenbereiche definieren und diese mit Inhaltselementen frei bestücken.
    Meine konkrete Frage lautet also: Wie wäre ein vergleichbares Vorgehen in WordPress?

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