Support » Installation » nach update auf 6.1, persistenten Objekt-Cache

  • Gelöst Harald Wendler

    (@harald-wendler)


    Hallo zusammen,
    nach dem gestrigen update auf wp 6.1 erhalte ich vom webseiten Zusatnd die Meldung:
    Du solltest einen persistenten Objekt-Cache verwenden
    und weiter:
    Ein persistenter Objekt-Cache macht die Datenbank deiner Website effizienter, was in schnelleren Ladezeiten resultiert, da WordPress den Inhalt deiner Website und die Einstellungen viel schneller abrufen kann.

    Dein Hosting-Anbieter kann dir mitteilen, ob ein persistenter Objekt-Cache für deine Website aktiviert werden kann. Dein Webhosting scheint die folgenden Dienste für das Cachen von Objekten zu unterstützen: APCu, Redis, Memcached.

    Dies habe ich auf dem Aachener meetup gestern angesprochen und erhielt die Empfehlung:
    Spreche den Hoster an.
    Der hat auch sofort reagiert, hat in die Eigene php.in des Servers nachfolgendes komplettiert:
    extension=apcu.so
    apc.enabled=1
    apc.enable_cli=1
    es soll also ein persistenter Objekt-Cache aktiviert sein.

    Die Meldung bleibt jedoch weiter bestehen.
    Alle plugins habe ich deaktiviert, keine Änderung.

    Mein Hoster hat daraufhin eine Subdomain auf meinem Account angelegt mit neuem WP 6.1
    Dort wird die Meldung nicht angezeigt.
    Für meinen Hoster bedeutet das, das Problem muss in meiner wp-Installation liegen.
    Ich habe keine Idee mehr.

    Die Seite funktioniert einwandfrei.

    Gruß
    Harald

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • Moderator Angelika Reisiger

    (@la-geek)

    Wenn du mit einem WordPress-Plugin den Warenkorb zwischenspeicherst ist das auch nicht gut.

    Ja, es ist so einiges nicht gut, was man im Cache speichern könnte. In anderen Bereichen kann das Cachen auch funktionelle Störungen hervorrufen bis zu einer Seite, die nicht angezeigt wird (alles schon erlebt), aber bei einem Warenkorb hat es natürlich gravierende Auswirkung.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    @harald-wendler Danke für die Rückmeldung. Schön, wenn wir hier helfen konnten.

    @hage Danke für die Blumen. 😉

    @harald-wendler

    Ich finde es dennoch schade, dass nicht geklärt werden konnte, wieso die Installation unter der Subdomain keine Probleme verursachte. Wenn der Hoster dort eine Datei object-cache.php angelegt hätte, hätte er dir das doch sicher auch mitgeteilt (als Lösung). Die Installation unter der Subdomain ist eine reine WordPress-Version mit aktivierten Theme Twenty Twenty ohne jegliche zusätzlich installierten Plugins.

    Hattest du denn die .htaccess-Datei ausschließen können/getestet, so wie von mir vorgeschlagen?

    Thread-Starter Harald Wendler

    (@harald-wendler)

    Hallo Frau Reisiger,

    eine Datei object-cache.php ist auf der Subdomain nicht angelegt.

    Auf der Domain MG-heute liegt sie 2x in unterschiedlichen Ordnern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Harald Wendler

    Hm, die Dokumentation schreibt, dass ein persistenter Cache nur mit Plugin genutzt werden kann:

    Standardmäßig ist der Objekt-Cache nicht-persistent. Das bedeutet, dass die im Cache gespeicherten Daten nur im Speicher und nur für die Dauer der Anfrage gespeichert werden. Zwischengespeicherte Daten werden nicht dauerhaft über Seitenladungen hinweg gespeichert, es sei denn, Sie installieren ein dauerhaftes Caching-Plugin.
    (…)
    Vor WordPress 2.5 wurden Daten, die mit den wp_cache-Funktionen gespeichert wurden, dauerhaft gespeichert, wenn Sie define('WP_CACHE', true) zu Ihrer wp-config.php-Datei hinzugefügt haben.
    Dies ist nicht mehr der Fall, und das Hinzufügen der Definition hat keine Auswirkungen, es sei denn, Sie installieren ein persistentes Cache-Plugin (siehe Liste unten).

    (übersetzt mit Deepl.com)

    Leider enthält die Liste, auf die hier verwiesen wird, abgesehen von W3TC (das IMHO etwas zu weit greifen würde) keine Empfehlung für ein Plugin, um APCu zu nutzen.

    Wenn ich mich richtig erinnere, taucht der Hinweis bei unverschlüsselten Websites, ein SSL-Zertifikat zu nutzen, auch nicht unmittelbar auf. Möglicherweise wird für die Neuinstallation erst mit ein wenig Verzögerung auf den persistenten Cache hingewiesen?

    Ich habe jetzt nochmal Marius (@clorith) angesprochen, der sich unter anderem um die Komponente Website-Zustandsbericht kümmert, ob es mit dem Alter einer Website zusammen hängen könnte, dass der Zustandsbericht einmal einen persistenten Cache empfiehlt und bei einer neuen Website nicht. Seine Antwort:

    Mit dem Seitencache sind also viele Kriterien verbunden, aber das Alter einer Website gehört nicht dazu. Der Check prüft die Antwortzeit der Seite, und wenn sie unter dem vordefinierten (und filterbaren) Wert liegt, wird sie nicht als Empfehlung angezeigt (der Standardwert ist hier 600 ms). Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass eine brandneue Website nicht genug zu tun hat, um diese Ladezeit zu überschreiten.

    Auf meine Frage, ob WordPress einen persistenten Cache von sich aus unterstützt bekam ich folgende Antwort:

    Wenn ein Host ein Objekt-Cache aktiviert, musst der Host den Cache entweder selber integrieren, oder du musst ein Plugin verwenden. WordPress unterstützt nicht selbständig und ohne eine zusätzliche Drop-in-Datei im wp-content-Verzeichnis einen persistenten Cache .

    Die Antwort habe ich mit freundlicher Erlaubnis von Marius hier geteilt.

    Wow, danke 🙏

    Thread-Starter Harald Wendler

    (@harald-wendler)

    Nun ist mir einiges verständlich geworden.

    Nochmals herzlichen Dank an Bego.

    Gruß
    Harald

    hallo zusammen,
    mein Hosting Anbieter (All Inkl.) hat memchached installiert. Die Meldung war immer noch da. Mit dem APCu Manager Plugin konnte ich den Hinweis ausblenden. So weit so gut.

    Muss ich nun auf jeder meiner Seiten dieses Plugin installieren? Ich habe grosse Probleme mit freien Plugins. Irgendwann ist kein Update mehr da und das Plugin ist veraltet.

    Ich frage mal überspitzt:
    Lösung wäre also nun für jede WordPress Seite im Universum ein kostenpflichtiges Plugin zu kaufen damit im Site Health keine Meldung erscheint?

    Ich möchte nicht unhöflich sein, aber warum wird Word-Press nicht gleich kostenpflichtig?

    Wenn ich völlig falsch liege, dann sorry. Aber ich habe einiges in diesem Thread nicht richtig verstanden. Ich glaube auch, dass viele WordPress Anwender ebenfalls überfordert sind, die einfach nur im Site-Health „Herrvoragende Arbeit“ stehen haben möchten.

    Die Idee des Website-Zustandsbericht ist, dich auf möglicherweise fehlerhafte oder unvollständige Einstellungen hinzuweisen und für den Fall, dass du Hilfe benötigst, alle relevanten Informationen mit einem Klick auf den Button „Website-Bericht“ zusammentragen zu können.

    Wenn zum Beispiel auf einem Webserver ein SSL-Zertifikat vorhanden ist, ist es nicht verkehrt, die Website trotzdem unverschlüsselt zu übertragen. Besser ist aber, wenn du freundlich darauf aufmerksam gemacht wirst, dass du durch Anklicken eines einzigen Button deine Website auf eine verschlüsselte Übertragung umstellen kannst. Einfache Maßnahme, große Wirkung.

    Das gilt auch für den Hinweis auf die Verwendung eines persistenten Cache: Du kannst deine Website schneller machen, wenn dein Webhoster einen persistenten Cache einrichtet und du diesen Cache über ein Plugin nutzt.

    Niemand schreibt das aber zwingend vor und bisher hat es sogar kaum jemand interessiert. (Da die Hauptabfrage aller Blogbeiträge/Seiten ab WordPress 6.1 aber gecacht werden kann, macht es durchaus Sinn, jetzt verstärkt auf die Möglichkeit hinzuweisen. vgl. Improvements to WP_Query performance in 6.1)

    Lösung wäre also nun für jede WordPress Seite im Universum ein kostenpflichtiges Plugin zu kaufen damit im Site Health keine Meldung erscheint?

    Nein, wieso? Du hast ein Plugin installiert, der Cache wird genutzt, der Hinweis verschwindet – alles gut, oder? Nochmal: niemand zwingt dich zu irgendwas, auch nicht ein Plugin zu kaufen.
    Wie wir gelernt haben, erscheint der Hinweis auch nur, wenn die Ladezeit der Webseiten über einem bestimmten Grenzwert liegt. Dann darauf hinzuweisen „deine Website ist langsam, mach sie schneller, nutze den peristenten Cache“ finde ich eine gute Idee.

    Ich möchte nicht unhöflich sein, aber warum wird Word-Press nicht gleich kostenpflichtig?

    Weil WordPress ein OpenSource-Projekt ist. Was ist OpenSource? Jemand hat eine Idee, beginnt mit der Entwicklung und lädt alle, die sich dafür interessieren ein, sich an der Entwicklung zu beteiligen. Der Code ist für jeden einsehbar, jeder kann ihn ändern wie er (oder sie – wir haben ausgezeichnete Entwicklerinnen in der WordPress-Community) möchte, weitergeben, auch damit Geld verdienen wenn Dienstleistungen rund um die Nutzung des OpenSource-Projekt angeboten werden. Nur das OpenSource-Projekt bleibt immer kostenfrei. Sonst würden ja die ver… (pardon, auf den Arm genommen), die sich schon an der Entwicklung ohne Vergütung beteiligt haben.

    Die Aussage „Irgendwann ist kein Update mehr da und das Plugin ist veraltet.“ kannst du übrigens auf jedes Plugin anwenden, egal ob kostenpflichtig oder nicht. Nur mit dem Unterschied, dass ich mir den Code eines kostenlosen, als OpenSource erhältlichen Plugin jederzeit anschauen und es für meine Zwecke anpassen kann (enstprechende Kenntnisse vorausgesetzt).

    Dass so viele Themes und Plugins in einer kostenpflichtigen Version angeboten werden hat damit zu tun, dass Entwickler/-innen irgendwie auch Geld verdienen müssen und eben ihr Fachwissen nutzen, gegen Entgelt zusätzliche Features anzubieten. Nicht jeder, der Themes/Plugins verkauft ist deshalb ein guter Entwickler, nicht jedes verkaufte Theme/Plugin taugt etwas und was noch schlimmer ist: oft genug kann ich mir vor dem Kauf den Code nicht einmal ansehen. Da sind mir kostenlose Themes/Plugins, bei denen alles transparent ist, viel lieber; und billiger ist es auch noch.

    Ich glaube auch, dass viele WordPress Anwender ebenfalls überfordert sind, die einfach nur im Site-Health „Herrvoragende Arbeit“ stehen haben möchten.

    Wer WordPress in einer selbst gehosteten Installation nutzt, ist dafür auch selbst verantwortlich und sollte sich mit einigen grundlegenden Konzepten vertraut machen. Ich finde es besser, Anwender/-innen auf mögliche Probleme hinzuweisen, statt ihnen vorzugaukeln, alles wäre top.

    Zugegeben ist es natürlich eine schicke Sache, Kunden einen Emoji und den Hinweis auf eine „hervorragende Arbeit“ vorzeigen zu können und dieser lästige Hinweis auf den persistent Cache könnte ja zu Rückfragen führen, oh je.

    In dem Fall könntest du aber den Test mit ein paar Zeilen Code in der functions.php deines Child-Themes oder eigenen Plugin einfach deaktivieren:

    function remove_persistent_object_cache_test( $tests ) {
    	unset( $tests['direct']['persistent_object_cache'] );
    	return $tests;
    }
    add_filter( 'site_status_tests', 'remove_persistent_object_cache_test' );

    Das ist ein bisschen geschummelt, sieht aber sicher schick aus.

    Hallo Bego,

    vielen Dank für die, wie immer, ausführliche erklärung und schnelle Antwort. Und auch besten Dank für die functions.php-Lösung. Ich mag solche Child Lösungen.

    Jetzt bin ich natürlich im Zwiespalt aufgrund des Terminus „geschummelt“ 😀

    Aber das ist mein Problem ^^

    Ich komme erstmal so klar.

    Vielen Dank. Top Support!

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