• Gelöst ftomasch

    (@ftomasch)


    Hallo!

    Bei meiner WordPresssite habe ich recht viel ausprobiert:
    – Mit dem FSE einige Designs ausprobiert,
    – Inhalte erstellt und wieder verworfen,
    – Plugins installiert und wieder deinstalliert und
    – auch einige wenige Themes ausprobiert,

    Letztendlich habe ich mich für das Theme 2025 entschieden und versuche weitgenhend mit Gutenbergblocks auszukommen.

    In einigen Tagen erscheint ein neues Update von WordPress.

    Aus diesem Anlass stelle ich mir folgende Frage:
    Wie verhält sich WordPress bei nicht mehr benötigten Dateien?
    Werden überflüssige oder veraltete Installationdaten, Plugins, Mediendaten und Texte, temporäre Dateien restlos entfernt,
    oder bleiben Reste in der WP-Installation enthalten?

    Ist es sinnvoll WP neu zu installieren um möglichen Reste zu entledigen?
    Oder ist WordPress so gut organisiert, das keine toten Daten mitgeschleppt werden?
    Oder gibt es eine Möglichkeit die bestehnde Installation automatisch zu reinigen?

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • Moderator threadi

    (@threadi)

    Eine gute Frage. Die Antwort ergibt sich jedoch aus der Offenheit des Systems, welches WordPress bietet: es kommt drauf an ..

    Ein WordPress Core Update (wie das auf 7.0 was nächste Woche ansteht) tauscht lediglich die Core-Dateien aus. Also alles was in /wp-admin/ und /wp-includes/ sowie als Dateien im Hauptverzeichnis liegt. Dabei wird darauf geachtet, dass nicht mehr vom Core benötigte Dateien auch entfernt werden. Der Part ist also durchaus sauber und klar strukturiert.

    Problematischer wird es jedoch, sobald Plugins im Spiel sind. Es gibt durch das Plugin-Entwicklerhandbuch sowie die WordPress Coding Standards zwar die Vorgabe, dass ein Plugin auch hinter sich aufräumen sollte. Faktisch passiert das aber leider nicht immer. Dadurch bleiben durchaus Reste übrig, sowohl als Dateien als auch in der Datenbank. Daran ändern kann man als Anwender nichts – man muss sich auf die Plugin-Entwickler verlassen. Eine Möglichkeit wäre die Plugin-Entwickler darauf anzusprechen und zu fragen. So kann sich in künftigen Versionen der Plugins daran etwas ändern. Von mir selbst geschriebene Plugins hinterlassen bei Deinstallation nicht einen Byte, aber ich weiß, dass das leider nicht jeder so macht.

    Bei Themes ist das ähnlich. Dort gibt es meines Wissens nicht mal eine Deinstallations-Routine auf die Entwickler aufbauen könnten. Hier kommt es stark drauf an, dass das Theme selbst sich um jedes Byte kümmert, auch wenn es irgendwie entdeckt, dass es nicht mehr genutzt wird.

    Reste bleiben somit durchaus sowohl im Dateisystem als auch der Datenbank. Faktisch ist das aber nicht wirklich tragisch: es handelt sich meist um so wenig Daten, dass sie kaum Speicherplatz belegen. Auch sind es Daten die gar nicht mehr geladen und somit nicht aktiv genutzt werden. Daher ist es meist (!) auch nicht wirklich schädlich fürs Projekt. Kommt aber auch hier wieder drauf an, um welche Daten es konkret geht.

    Dennoch lohnt es sich ab und zu mal aufzuräumen. Dafür gibt es wiederum verschiedene Plugins, z.B. https://de.wordpress.org/plugins/wp-optimize/ – weitere sind hier zu finden: https://de.wordpress.org/plugins/tags/cleanup/. Aber auch hier gilt: vorher ein Backup erstellen. Denn die Plugins sind manchmal auch etwas übereifrig.

    Tipp: achte bei Plugins darauf diese nicht nur zu deaktivieren sondern auch zu löschen. Und löschen nicht per FTP sondern über den Link dazu im Backend. Nur so werden auch die Deinstallations-Routinen ausgeführt, wenn sie denn im Plugin vorhanden sind.

    Moderator La Geek

    (@la-geek)

    In einigen Tagen erscheint ein neues Update von WordPress.

    Kurze Info am Rande: Der Release wird sich voraussichtlich um mindestens 3 bis 4 Wochen verschieben, Quelle.

    Wenn du noch nicht viel Entwicklungsarbeit in deine Website investiert hast, würde ich dazu raten, die Website komplett neu zu erstellen, dann hast du eine saubere Installation. Vorhandene Inhalte kannst du über eine WordPress-Routine (unter Werkzeuge) exportieren und importieren, im Internet findest du haufenweise Anleitungen.

    Thread-Starter ftomasch

    (@ftomasch)

    Vielen Dank für die beiden sehr ausführlichen Antworten!
    Diese sind absolut hilfreich für mich!


    An eine ähnliche Idee wi La Geek beschrieben hat, habe ich mir auch gedacht:
    Ich habe die Möglichkeit zwei WordPress – Sites parallel zu betreiben.
    Daher möchte ich auf der ersten Site die Seite installieren.
    Die zweite WP-Installation würde ich dann für eine saubere Neuinstallation einrichten. Wenn die dann läuft werde ich die neuere Installation aktivieren und die Alte zum ausprobieren weiter nutzen. (Im Moment fehlen neben einigen Inhalten auch noch eine sinnvolle Navigation)

    Die Möglichkeit vorhandene Inhalte auf eine zweite Site zu übertragen klingt traumhaft!

    Vielen vielen Dank!

    Moderator La Geek

    (@la-geek)

    Gerne 🙂 und danke für die Rückmeldung.

    Nur zur Sicherheit:

    Inhalte übertragen bedeutet: Es können über die WordPress-eigene Routine Beiträge, Seiten und Medien (beim Export (oder Import?) „Dateianhänge herunterladen und importieren“ aktivieren) ex- und importiert werden, aber nicht Layout, Plugins, Design, Theme usw.

    Thread-Starter ftomasch

    (@ftomasch)

    OK, alles klar …
    Gestalten ist ja sowieso ein Prozess mit offenen Ende ; )

    • Diese Antwort wurde vor 2 Wochen, 6 Tagen von ftomasch geändert.
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