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  • Gelöst lydia123

    (@lydia123)


    Hallo WP-Community,

    ich bin recht neu in der WP-Welt und müsste daher mal eine dumme Frage stellen: wie kann ich die Auswirkung eines Plugins auf die Performance grob einschätzen?

    Konkret würde ich gern wissen, ob ich irgendwo die Dateigröße oder so sehen kann bevor ich das Plugin installiere. Anwendungsfall: ich stehe vor der Endauswahl zwischen 3 verschiedenen Plugins. Bisher sind meine Auswahlkriterien natürlich die Funktionen und wann es das letzte mal geupdated wurde. Wenn jetzt aber ein Plugin den Code unnötig aufbläht (z.B. weil weil noch ganz viele andere Funktionen dabei sind, die ich nicht brauche), das andere nicht, würde ich gern das kleinere nehmen. Nur wie sehe ich das?

    Hoffe, ich konnte mich verständlich machen.
    Besten Dank vorab.

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  • Plugins sind eine Erweiterung von WordPress um irgendeine Funktionalität, die sich entweder auf eine geänderte Darstellung im Backend beschränken kann (Hello Dolly) oder im Frontend bisher nicht mögliche Dienste wie Web-Shops, Buchungssysteme, Event-Management und vieles mehr ermöglichen kann. Die Auswirkung auf die Performance der Webseiten für Webseitenbesucher kann so marginal sein, dass sie zu vernachlässigen ist, sie kann Webseiten aber auch sehr massis ausbremsen (z.B. bei All-in-One-Sicherheits-Plugins mit Live-Überwachung) oder sie kann Webseiten sogar beschleunigen (Cache- oder Optimierungsplugins wie Autoptimize). Eine pauschalisierende Aussage wie „Plugins sind schlecht für die Performance“ ist deshalb wirklichkeitsfremd.

    Grundsätzlich solltest du so wenig Plugins wie möglich und gerade so viel wie nötig aktivieren. Die Auswirkung auf die Performance der Website lässt sich dann über die Entwickler-Tools des Browsers und das Plugin Query Monitor gut messen, um dann einzuschätzen, ob der Performanceverlust zu verkraften ist.

    Ich möchte nach Möglichkeit, dass meine Webseiten in maximal drei Sekunden geladen werden. Werden sie das nicht und ich kann die schlechtere Performance auf Plugins zurückführen, würde ich mir nochmal Gedanken machen, worauf ich verzichten kann.

    Bei der Auswahl der Plugins schaue ich ganz gerne, wer Entwickler ist (es gibt einige brilliante Entwickler, die ihr Handwerk wirklich gelernt haben und glänzenden Code liefern), wie lange das Plugin exisitiert und wann es zuletzt gepflegt wurde, ob es (auch für Kunden) einfach zu bedienen ist und möglichst eine Sache, die aber dafür sehr gut macht. Ich schaue mir auch gerne den Code eines Plugins an. Ich fühle mich wohler, wenn sich das Plugin wie eine Geschichte lesen lässt und alles „am richtigen Ort“ zu sein scheint. Wartung der Website ist auch noch ein Punkt – du wirst immer wieder bei Aktualisierungen mit dem Plugin zu tun haben und hoffentlich mit den wenigen Plugins, die du installiert hast, nur angenehmen Überraschungen erleben.

    Thread-Ersteller lydia123

    (@lydia123)

    Wow, vielen Dank für die ausführliche Nachricht!
    Als Beispiel habe ich ein structured data plugin, welches ich eigentlich nur nutze, um eigens geschriebenes json in den head zu implmentieren. Jetzt habe ich mir halt gedacht, dass es eigentlich unsinnig ist dazu so ein großes all-in plugin zu nutzen, da ja auch ein insert/replace head plugin reichen würde. Aber nach deinen Ausführungen gehe ich jetzt mal davon aus, dass man auch das nicht so pauschal sagen kann?

    Nehmen wir als Beispiel SEO:

    Yoast WordPress-SEO ist mit über 5 Millionen Installationen unglaublich populär, hat ein tolles Entwickler-Team, das wirklich weiß, was es tut und auch noch obendrein viel für die WordPress-Community tut und bietet eine bereits sehr leistungsfähige kostenlose und noch leistungsfähigere Premium-Version. Trotzdem verwende ich es persönlich nicht so gern, weil es mir zu mächtig ist, mich vom Leistungsumfang erschlägt und im Backend zu dominant erscheint. Ich nutze lieber das wesentlich schlankere The SEO Framework, das von einem einzelnen Entwickler geschrieben wurde, aber meine Wünsche an ein SEO-Plugin abdeckt und mir vom Handling mehr zusagt.
    Damit meine ich nicht, dass ein Plugin besser ist als das andere und auch über Vor- und Nachteile könnten wir sicher sehr lange diskutieren. Aber ich habe nach einer Liste von Kriterien für mich entschieden, dass ich mit einem Plugin besser zurechtkomme, als mit dem anderen.

    Wenn es irgendwie geht und von der Arbeit sinnvoll ist, schreibe ich für kleine Funktionen rasch ein Code Snippet oder auch mal ein kleines (!) Plugin und freue mich, dass mit minimalem Aufwand groß(artig)e Änderungen möglich sind. Vor allem weiß ich, was ich da gemacht habe (und kommentiere es vorsichtshalber im Code) und dass ich keine zusätzlichen Features in der Zukunft brauche, um einen Benutzerkreis auszuweiten.

    Thread-Ersteller lydia123

    (@lydia123)

    Tausend Dank!

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