Support » Allgemeine Fragen » Rechenzentrum samt unseren Websites abgebrannt

  • Hallo und vorab Sorry² falls etwas OT. Aber nun waren unsere Websites über 10 Stunden offline, weil ausgerechnet unsere im abgebrannten OVH Rechenzentrum waren.

    Inzwischen konnten wir, bzw. unser Hoster (selbst Kunde dort) vieles aus ext. Ressourcen wieder herstellen, aber eben nicht alles.
    Daher suche ich nun wieder einmal mehr eine neue Backup-Strategie mit dichterem Intervall.

    Bisher wurden alle Sites eben vom Hoster autom. gesichert, von mir nochmals jeden Sonntag Nacht manuell per serverseitigem Backup-Tool gesichert + mit dem Duplicator eine Kopie gezogen und lokal am Hauptrechner+Backup-HDD gesichert.

    Eine Woche ist entschieden zu lang, wenn tgl. 10 – 30 Artikel online gehen.
    Also kaufte ich irgendwann den Duplicator Pro. Die Version kann ja automatisch sichern und die Archive auch selbsttätig etwa zu Google, Amazon, Dropbox usw. schicken. Doch das klappte nie so wie beschrieben, der Hersteller konnte es auch nicht hinbiegen.
    Seither läuft wieder nur die Free als Backup …

    Nun werden hier immer mal Backuptools für WP genannt.
    Also bitte ich nochmals um einige Tipps zu Plugins welche automatische Backups machen können. Kosten sind egal.

    Danke fürs zuhören!

Ansicht von 15 Antworten - 1 bis 15 (von insgesamt 26)
  • Hallo,
    wir nutzen UpdraftPlus. Damit kannst du automatisierte Backups erstellen, die zusätzlich in verschiedenste Clouds hochgeladen werden können.
    Die Premium-Version bietet u. a. zusätzlich noch einige Features mehr, die wir uns deswegen für einige Seiten zugelegt haben.
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    Danke, werde ich testen, sobald auch die Staging Subdomain mit der Testinstallation wieder online ist.
    Oder mal den alten XAMPP aus dem Winterschlaf wecken … liest sich ja interessant, das Tool!

    Ich verwende seit einer Weile für einige Websites UpdraftPlus WP Backup in der Pro-Version und speichere die Backups automatisch in der Cloud, wobei ich den sehr preiswerten und verlässlichen Dienst Backblaze B2 nutze. Der Speicherplatz kostet $0.005 pro Gigabyte/Monat und der Download zur Wiederherstellung $0.01 pro Gigabyte. Um das etwas greifbarer zu machen: wenn eine Website volle 25Gigabyte Speicherplatz ausnutzen würde, wären das Speicherkosten in Höhe von 12,5¢/Monat und eine komplette Wiederherstellung würde 25¢ kosten. Das Plugin ist etwas teurer, wobei sich die Kosten bei einer Mehrfach-Lizenz gut verteilen.

    Von abgeschlossenen Projekten ziehe ich zusätzlich ein Backup auf meinen Computer, der wiederum auf zwei externen Festplatten (einmal Time Machine, einmal Carbon Copy Cloner) und zusätzlich bei Backblaze B2 gesichert wird. Hier geht es mir aber auch um eine Absicherung, falls der Kunde irgendwelche kuriosen Änderungen vornimmt und daraus einen Gewährleistungsfall macht.

    Das lässt sich auch alles mit Amazon AWS umsetzen, wenn auch etwas teurer. Da kann es zwar auch mal brennen, aber die Wahrscheinlichkeit dass Glacier Backups im Bergwerkstollen vernichtet werden, ist entsprechend gering. Dass Rechenzentren abbrennen erleben wir ja auch eher selten.

    dann viel Erfolg und ich hoffe, dass du nicht so viel Ärger mit der Wiederherstellung hast.

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    Danke #2!

    Also 2:0 für UpdraftPlus.
    Dies ist also mehr ein Backup-Plugin + Migrationstool, während der Duplicator in erster Linie „nur“ ein Migrationstool ist.

    Das Tool kann die Archive auch auf einem anderen FTP Server senden, stimmts? Oder per Mail (sofern nicht zu groß) schicken?
    Noch habe ich nicht alles kapiert, was da steht …

    Zuhause/Büro passt die Sicherung eh. Da bin auch nur ich selbst immer abgebrannt.

    PS: Danke für die Anteilnahme!

    Duplicator fand ich auch mal schick, bis ich dann ganz stolz in einem Einsteigerkurs die Migration einer Website demonstrieren wollte. Die Internetverbindung erlaubte nur einen maximalen Transfer von 2 Gigabyte, womit das Klonen der Website abrupt beendet wurde. Duplicator hat auch häufiger Schwierigkeiten mit bestimmten Servereinstellungen. Wie auch immer – ich nutze Duplicator schon lange nicht mehr.

    Updraftplus lässt sich sehr schön einstellen. Wieso alle Plugins und Themes sichern, wenn du sie jederzeit aus dem WordPress-Verzeichnis laden kannst? Bei den Bildern kannst du per AddOn nur die Originaldateien sichern und die Thumbnails ignorieren – lässt sich prima mit Regenerate Thumbnails wieder reproduzieren. Bei der Premium-Version habe ich außerdem die Möglichkeit, automatisch vor jedem Update ein Backup zu machen. Eine sehr sinnvolle Lösung.

    In der kostenlosen Version sind unter anderem Backups auf dem gleichen Server, Versand per E-Mail und FTP-Backup möglich. Für bestimmte Cloud-Backups brauchst du eine kostenpflichtige Version.

    Die Wiederherstellung ist regelmäßig unproblematisch. Neue WordPress-Installation in 5 Minuten (Website-Titel „WP“, User „admin“, Passwort „password“ – wird eh alles anschließend überschrieben), Plugin installiert, Backups hochgeladen, Klick auf Wiederherstellung, direkt am Inhalt weiterarbeiten … – alles eine Sache von zehn Minuten.

    Hatte ich erwähnt, dass ich ein Fan von UpdraftPlus bin?

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    Hatte ich erwähnt, dass ich ein Fan von UpdraftPlus bin?

    Äh, nein … wie sollte man da drauf kommen … 😉

    Danke für die vielen Hinweise, liest sich sehr gut.
    Sorry das ich nicht länger antworten kann, der Hoster Support und ich sind dauernd am werkeln um möglichst viel von unserem Kram wieder zu finden.

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    Updraft+ schmeißt leider Fehler, wenn ich versuche, die Sachen auf einem anderen Server zu kopieren.
    Die beiden betroffenen Hoster schieben sich die (möglicherweise serverseitigen) Probleme gegenseitig zu.

    Leider lässt sich die Meldung weder als Text kopieren, noch das Fensterchen vergrößern.
    Ja und die Rechte des betroffenen Zielverzeichnisses habe ich auf 777

    PS: Für den Duplicator Pro war das Gleiche Verzeichnis am entfernten Server damals kein Problem. (Doch der kann halt kein automatisches Backup, warum weiß auch der Hersteller nicht)

    Es ist keine gute Idee, die Dateirechte auf 777 zu setzen, wenn du nicht auf unliebsame Überraschungen stehst. Im Prinzip kann nun jeder, der Zugriff auf den gleichen Server hat (bei Shared Hosting sind das u.U. mehrere hundert Nutzer) die Dateien nach Belieben verändern und sich darüber Zugang zu allen anderen Dateien verschaffen.

    Stimmen die Dateirechte für die WordPress-Dateien? Du kannst das zum einen über Werkzeuge > Website-Zustand > Bericht > Dateisystem-Berechtigungen prüfen, zum anderen kannst du bei fehlerhaften Dateirechten in Einstellungen > Allgemein keine anderen Sprachen auswählen. (Nicht machen! Nur schauen, ob es theoretisch möglich wäre.)

    Ist die PHP-Version auf 7.4 oder 7.3 eingestellt?

    @pixolin

    Im Prinzip kann nun jeder, der Zugriff auf den gleichen Server hat (bei Shared Hosting sind das u.U. mehrere hundert Nutzer) die Dateien nach Belieben verändern und sich darüber Zugang zu allen anderen Dateien verschaffen.

    Da muss ich noch nicht mal einer dieser Nutzer sein, so kann jeder im Internet Dateien in diesem Verzeichnis ablegen.

    @bscu Dazu muss ich aber doch per (S)FTP/SSH auf den Server zugreifen können?

    @pixolin
    Wo ist das Problem? Wenn ich einen „offenen“ Ordner kenne, kann ich dort Dateien reinschreiben. Da findet man (leider) Möglichkeiten im Netz.

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    So, jetzt hattet ihr Ruhe, weil ich ein paar andere Plugins testete (gut, dass es sooooviele gibt, gell 😉 )

    Bez. 777: Das habe ich nur zwecks Test kurz umgestellt, half aber nix.
    Bez. Dateirechte am WP: Ja, alles „Beschreibbar“ (das mit den Sprachen kenne ich, das passierte mir mal woanders)
    PHP ist 7.4.16

    Aber auch ein anderes Plugin (BackWPup) zeigt eine ähnliche Fehlermeldung, erstellt die Backups aber brav, per einfachen cron am entfernten Server!

    BackWPup log:

    [12-Mar-2021 13:18:30] WARNUNG: ftp_nb_fput(): PORT command successful
    [12-Mar-2021 13:18:30] FEHLER: Backup kann nicht zum FTP-Server übertragen werden!
    [12-Mar-2021 13:18:31] 2. Versuche, Backup an FTP-Server zu senden …
    [12-Mar-2021 13:18:31] Verbunden mit dem FTP-Server: xxx.at:21
    [12-Mar-2021 13:18:31] FTP-Client-Befehl: USER xxxxx
    [12-Mar-2021 13:18:31] Antwort des FTP-Servers: User xxxxx logged in.
    [12-Mar-2021 13:18:31] FTP-Client-Befehl: SYST
    [12-Mar-2021 13:18:31] Antwort des FTP-Servers: UNIX
    [12-Mar-2021 13:18:31] Aktueller FTP-Ordner ist: /upback_zib/
    [12-Mar-2021 13:18:31] FTP-Client-Befehl: PASV
    [12-Mar-2021 13:18:31] Antwort des FTP-Servers: Starte Normalmodus
    [12-Mar-2021 13:18:31] Hochladen ins FTP-Verzeichnis hat begonnen …
    [12-Mar-2021 13:18:35] Sicherungsdatei wurde zum FTP-Server übertragen: /upback_zib/2021-03-12_13-16-00_KKK3GOGM01.zip
    [12-Mar-2021 13:18:36] FEHLER: Job mit Fehlern beendet in 156 Sekunden. Um eine korrekte Ausführung zu gewährleisten, musst du die Fehler beheben.
    [12-Mar-2021 13:18:36] WARNUNG: escapeshellcmd() has been disabled for security reasons

    PS: Wie man so einfach in die Dateien der anderen Untermieter kann? Kann ich ewiger Webworker Lehrling mir nicht vorstellen. Sollten doch auch shared Hosting Kunden irgendwie voreinander geschützt sein?

    Mahlzeit!

    Ich lese das Fehlerprotokoll so, dass Updraft versucht, sich per FTP mit einem Server zu verbinden (klappt) und dort ein Backup abzulegen (klappt scheinbar nicht). Das könnte daran liegen, dass die Ausführungszeit zu lang ist und das Skript abbricht. Prüf aber mal, was auf dem Server angekommen ist, ob die Datei dem entspricht, was du auch herunterladen könntest.

    Für Kunden mit knappem Budget empfehle ich, eines der kostenlosen Cloud-Angebote (Google, Dropbox) zu nutzen und das Backup dort abzulegen. Klappt eigentlich immer ohne Probleme.

    Thread-Ersteller pezi

    (@pezi)

    Das ist von BackWPup.

    Updraft konnte sich einloggen, aber gar nichts ablegen

    BackWPup kann sich einloggen, legt auch alles brav ab. Nur nicht immer, die meisten Erst-Versuche bringen den Fehler.
    Der 2. Versuch klappt dann aber, wie die Zeilen ab
    2. Versuche, Backup an FTP-Server zu senden …
    zeigen.

    Und hier auch als Erfolg mit Fehler gemeldet wird:

    Sicherungsdatei wurde zum FTP-Server übertragen: /upback_zib/2021-03-12_13-16-00_KKK3GOGM01.zip
    [12-Mar-2021 13:18:36] FEHLER: Job mit Fehlern beendet in 156 Sekunden. Um eine korrekte Ausführung zu gewährleisten, musst du die Fehler beheben.
    [12-Mar-2021 13:18:36] WARNUNG: escapeshellcmd() has been disabled for security reasons

    Tatsächlich ist alles gewünschte da.
    Mit BackWPup kann man auch gut selektieren, was man sichern will. zB. auch aus uploads nur Originaldateien ohne Instanzen, WP-Core, Plugins einzeln ausschließen, … usw.
    Auch gut: Auch der Support, die Hilfe, alles in DE.

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