Support » Themes » Sollte man ein Theme mit Bootstrap wählen

  • Hi,

    ich bin relativ neu mit WP und stelle mir aktuell die Frage ob man bei der Wahl eine WP Themes eines nehmen sollte mit Bootstrap oder nicht.

    Welche Vor- bzw. Nachteile erwarten einen wenn man ein Theme mit Bootstrap (4) nimmt?

    LG Conny

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  • Ich persönlich bin kein Freund von Bootstrap und da man mit HTML5 und CSS3 schon soviel selber machen kann, brauche ich auch kein Bootstrap. Allerdings hast du bei WordPress ja relativ wenig mit CSS zu tun und daher ist es fast egal, ob im Hintergrund ein CSS-Framework wurschtelt.

    Das Framework Bootstrap ist eine Sammlung von HTML-, CSS- und JavaScript-Dateien, das als Grundgerüst für responsive Websites (Websites, deren Layout sich fließend an die Bildschirmgröße anpasst) dienen soll. Es erleichtert Webentwicklern die Erstellung einer Website, in dem es ein Gestaltungsraster und für gängige Funktionalität wie Akkordeons, Popups, Bilder-Karussells, Buttons usw. fertige Bausteine zur Verfügung stellt, die garantiert auf allen gängigen Browsern funktionieren. Das hat zur Populatrität von Frameworks wie Bootstrap oder Foundation geführt. Allerdings sind diese Frameworks auch recht komplex und erfordern viel Vorwissen zu JavaScript, SASS, Mediaqueries usw.

    Inzwischen gibt es mit Einführung von Grid und Flexbox in CSS3 eine einfache Methode, responsive Layouts effizient umzusetzen. Der Vorteil ist, dass bei der Verwendung von CSS Grid und Flexbox nicht erst ein Framework mit WordPress-Funktionen verbunden werden muss. Du brauchst dich als Entwickler nicht erst mit der Dokumentation von viel Funktionalität wie Akkordeons, Popups, Bilder-Karussells, … beschäftigen, die ohnehin eher über Plugins nachgerüstet werden sollte. Insgesamt sind deshalb auf Bootstrap oder Foundation basierende Theme heute nicht mehr so angesagt, wie noch vor zwei, drei Jahren. Sie funktionieren aber natürlich weiterhin, sofern sie keine inzwischen veralteten jQuery-Bibliotheken nutzen.

    Wenn du „relativ neu mit WP“ bist, würde ich zuerst eine lokale WordPress-Installation auf deinem eigenen Computer empfehlen, in der du viele Sachen ganz unproblematisch ausprobieren kannst. Dazu gibt es fertige Software-Pakete, z.B. DevKinsta.
    Als Theme würde ich dann zum Beispiel GeneratePress oder Page Builder Framework empfehlen, die du beide in Verbindung mit WordPress eigenen Block-Editor nutzen kannst. Hier handelt es sich um Multi-Puporse-Themes („Vielzweck-Themes“), die dir bereits unglaublich viele Einstellungsmöglichkeiten für eine individuelle Gestaltung bieten. GeneratePress basiert auch auf einem Framework (Unsemantic), aber als Anwenderin sollte dir das eigentlich egal sein. Wichtig ist, dass die Themes ebenfalls responsive sind und mit allen gängigen Browsern funktionieren.

    Du findest auf Youtube im Moment viele Tutorial-Videos, in denen die Kombination des Themes OceanWP mit dem Page Builder Elementor eingesetzt werden. Ich sehe das etwas kritisch, weil der Page Builder sehr komplexes HTML erzeugt und damit die Performance verschlechtert, während das Theme auch einige Besonderheiten hat, die mir persönlich weniger zusagen. Da der in WordPress eingebaute Block-Editor Grundlage für die weitere Entwicklung von WordPress ist, wäre ich auch eher zurückhaltend bei der Nutzung anderer Page Builder.
    (Falls dir der Begriff Page Builder nichts sagt: es handelt sich um Plugins, die Anwender:innen bei der Umsetzung komplexerer, mehrspaltiger Layouts unterstützen sollen, während früher Webseiten „wie mit der Schreibmaschine“ nur einspaltig erstellt werden konnten. Manche Page Builder erschweren einen späteren Umstieg, viele erzeugen einen recht komplizierten HTML-Code und sind deshalb nicht optimal.)

    Thread-Ersteller conny64

    (@conny64)

    WoW.
    Danke das sind schon mal tolle Informationen von Euch Beiden.

    Ich werde mich mal heute Abend mit dem GeneratePress Theme auseinander setzen.

    @pixolin Später wollte ich noch mal eigene kleine PHP Scripts einsetzen. Sollte ich in dem Zusammenhang evtl. auch noch etwas beachten?

    Sollte ich in dem Zusammenhang evtl. auch noch etwas beachten?

    Ja klar, siehe: https://developer.wordpress.org/

    Thread-Ersteller conny64

    (@conny64)

    Danke @bscu !

    Ich werde mir das auch mal in Ruhe anschauen. Habe aber schon auf die schnelle ein paar (für mich) wichtige Functions gefunden.

    Denke, Dank Dir, dass ich auf dem richtigen Weg bin!

    LG Conny

    Die Frage „sollte ich bei PHP-Scripts … noch etwas beachten“ ist so weit gefasst, dass mich die ebenso weit gefasste Antwort von @bscu nicht verwundert.

    Grundsätzlich solltest du PHP-Code nur in Child-Themes hinzufügen, damit er nicht beim nächsten Update überschrieben wird. Alternativ kannst du ein eigenes Plugin erstellen (auch dafür gibt es ein Developer Handbook) oder, besonders wenn es sich nur um einen Zweizeiler handelt, das Plugin Code Snippets verwenden. Letzteres eignet sich auch gut, wenn du mal rasch Code ausprobieren möchtest, weil es bei fatalen Programmierfehlern eine Funktion enthält, um Fehler zu korrigieren.

    Wenn du dich aber „relativ neu mit WP“ beschäftigst, würde ich erst einmal schauen, wie weit ich mit einem Theme komme und welche ergänzenden Möglichkeiten dir Plugins bieten, die meistens bereits von mehreren Nutzern eingesetzt werden und auf Tauglichkeit geprüft wurden. Das ist auch effizienter, als das Rad, Telefon und Dampfmaschine neu zu erfinden.

    Thread-Ersteller conny64

    (@conny64)

    Hi @pixolin,

    ich fühle mich bei Euch Beiden schon richtig gut aufgehoben.
    Danke für die Infos.

    Ich werde mal schauen wie weit ich jetzt komme und das mit den Child Templates hatte ich auch schon mal was gelesen.

    Werde jetzt erst mal testen und mich dann gff. wieder melden.

    Hallo,
    neben den bereits von Bego genannten Themes und den Standardthemes (Twenty Twenty Und Twenty Twenty One), die wir (wie z. B. GeneratePress, Twenty Twenty) auch auf einigen Webseiten von uns einsetzen, möchte ich an dieser Stelle auch noch Blocksy nennen, das speziell unter Berücksichtigung des Block-Editors (Gutenberg) entwickelt wurde.
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

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