Support » Allgemeine Fragen » Unnützes aus Theme entfernen

  • Hi,
    ich entschlacke gerade mein Theme und lösche Sachen wie den
    Site generator oder entry title heraus.
    Gibt es „Standard“-Formatierungen, die man von vornherein löschen kann?
    Hab dazu bisher keinen geeigneten Link gefunden.

    Danke für die Hilfe
    Matze

Ansicht von 8 Antworten - 1 bis 8 (von insgesamt 8)
  • Du entschlackst damit nicht dein Theme, du verhunzt es.

    Es gibt Gründe, wieso „Sachen wie den Site generator oder entry title“ im Theme enthalten sind. Ein Theme sollte eigentlich auch nur Bestandteile haben, die sich nicht löschen lassen, ohne etwas kaputt zu machen. Deshalb wirst du dazu auch keinen „geeigneten Link“ finden.

    Änderungen im Theme werden übrigens beim nächsten Update überschrieben. Entweder fügst du im Customizer Zusätzliches CSS hinzu oder du erstellst ein Child Theme, das ein bestehendes Theme ergänzt.

    Thread-Ersteller matze112

    (@matze112)

    Entschuldige das hatte ich total vergessen. Ein Child Theme habe ich.
    Gibts keine Möglichkeit den Code direkt im Ursprungstheme zu entfernen,
    damit der erst gar nicht gelesen werden muss.
    So würde man doch einige Zeilen Code im Ur-Theme und Child sparen?

    Ich benötige z.B. die ganzen Kommentar-Funktionen, entry title…. nicht, die dann aber trotzdem immer wieder aufs Neue gelesen werden.

    Wenn du ein Child Theme verwendest, fügst du weitere Templates hinzu und löschst nichts weg.

    Sicher kannst du ein Theme auch direkt „umprogrammieren“, beliebig Code löschen und das Theme mit einem neunen Namen versehen, damit es nicht beim nächsten Update überschrieben wird. Nur ist es ja nicht so, dass Theme-Entwickler zu blöd sind, ihren Code schlank zu halten oder aus reiner Boshaftigkeit ein paar Zeilen hier und da hinzufügen, damit das Theme schön langsam wird.

    Du könntest z.B. auf die Idee kommen, alle Angaben für Screen-Reader in einem Standard-Theme zu entfernen, weil du selber ja prima gucken kannst und nicht auf einen Screen-Reader angewiesen bist. Damit machst du deine Webseite dann aber automatisch für einen großen Personenkreis, der auf Screen-Reader angewiesen ist, völlig unbrauchbar.

    Innerhalb des Templates findest du Hooks (z.B. wp_head oder wp_footer), die von Plugins benötigt werden, um JavaScript-Funktionen einzubinden. CSS-Klassen wie .entry-title werden nicht nur für die Darstellung verwendet, um den Seitentitel anders darzustellen als einen Titel in einem Widget oder Footer, sondern können auch für die Suchmaschinenoptimierung genutzt werden. Vielleicht kommst du aber auch auf die Idee, den Footer komplett zu löschen, weil dir die Zeile „Stolz präsentiert von WordPress“ sowieso schon lange auf den Geist geht. Nur wird dann eben an der Stelle auch nicht der Link zur Datenschutzerklärung eingebunden.

    Wenn du eine Webseite aufrufst, prüft WordPress erst einmal, um welche Art von Inhalt es sich handelt (statische Seite, Beitragsseite, Archiv, Liste mit Suchergebnissen, Einzelbeitrag, Beitrag eines Custom Post Type, …) und wählt dazu passend das richtige Template (vgl. Template Hierarchy). Die anderen Templates werden dann gar nicht berücksichtigt, es wird also nicht „zuviel geladen“.

    Du darfst davon ausgehen, dass sich bei den Standard-Themes eine Gruppe erfahrener Entwickler viel Mühe gemacht hat, gängige Web-Standards (z.B. die Spezifikationen zu HTML5 oder Richtlinien für Barrierefreiheit) in einwandfreiem Code (selbst für die Formatierung des PHP-/CSS-/JavaScript-Code gibt es Standards) unterzubringen. Alle anderen Themes werden nach strengen Richtlinien geprüft, bevor sie im Theme-Verzeichnis aufgenommen werden. Wenn ich um Unterstützung bei einer Website gebeten werde und feststelle, dass das verwendete Theme nicht einmal ansatzweise diesen Vorgaben entspricht, würde ich mich sehr schnell bei meinem Gesprächspartner verabschieden und dann so schnell laufen wie möglich.

    Aber du darfst natürlich für dich machen, was du magst.

    Thread-Ersteller matze112

    (@matze112)

    Danke für die ausführliche Erklärung. Mir ist schon klar, dass sich die Programmierer ordentlich Mühe gegeben haben und das ein Laie wie ich da nichts verbessern kann.
    Ich dachte nur, dass man das Theme auf seine Bedürfnisse anpasst. Die eine Webseite verwendet Kommentare und die andere eben nicht und so weiter.
    Da kam ich auf den Gedanken durch alle .php / style.css zugehen und diese nicht benötigten Codes heraus zu löschen, damit die Dinge erst gar nicht geladen werden müssen.
    Trotzdem danke

    Betreffend Kommentare:

    Ich habe derzeit 4 WordPress-Webseiten im Einsatz. Je nach Theme kann ich bei Beiträgen und Seiten anklicken, ob ich Kommentare haben will oder nicht. Ein Impressum zu kommentieren macht keinen Sinn. Einen anderen Inhalt einer Seite will ich vielleicht kommentieren lassen. Das Selbe bei Beiträgen.

    Beim Theme Lovcraft ist mir bei genauem Hinsehen aufgefallen, bei Seiten kann ich die Kommentare pro Seite ein-/ausschalten, bei Beiträgen nicht. Mit dem TinyMCE Editor. Verwende ich den Gutenberg Editor, dann funktioniert das auch bei den Beiträgen.

    Zumindest beim Thema Kommentare kannst die die Funktion abschalten ohne im Child den Code zu löschen. Das unterbindet dir aber lediglich die Anzeige, die Abfrage im Hintergrund wird wahrscheinlich weite laufen. Das kann Dir aber eigentlich egal sein, finde ich.

    Im Idealfall findest du ein Theme das deinen Vorstellungen möglichst nah kommt.

    @radarin
    Ob du bei Beiträgen Kommentare einzeln de-/aktivieren kannst, hängt nicht vom Theme ab, sondern von deinen Einstellungen unter „Ansicht anpassen“:
    Beitrag bearbeiten > Pulldown „Ansicht anpassen“ > Häkchen bei „Diskussion“.

    Ein Impressum zu kommentieren macht keinen Sinn.

    Deswegen sind Kommentare bei Seiten immer ausgeschaltet und müssen manuell aktiviert werden.

    Zumindest beim Thema Kommentare kannst die die Funktion abschalten ohne im Child den Code zu löschen.

    Darum ging es doch gar nicht. @matze112 wollte „Unnützes aus dem Theme entfernen“ (Titel des Thread).

    @matze112
    Ich dachte nur, dass man das Theme auf seine Bedürfnisse anpasst.

    Ja, im Customizer durch entsprechende Einstellungen, darüber hinaus durch Zusätzliches CSS (Customizer), wenn’s sein muss ein Child Theme.

    Multipurpose Themes zeichnen sich durch sehr viele Einstellungsoptionen aus, die aber bei jedem Seitenabruf erst einmal abgerufen und umgesetzt werden müssen. Dadurch verzögert sich die Auslieferung der Webseiten, die Website wird langsamer. Deshalb wird in der WordPress-Community immer darauf hingewiesen, dass ein Theme, das direkt passend zum Einsatzzweck programmiert wird und nicht erst dutzende Einstellungen abruft, eine bessere Performance liefert. Nur darfst du eben auch hier nicht an Grundfunktionen sparen.

    Schau dir mal zum Vergleich schlanke Themes wie Schlicht an und vergleiche die Ladezeiten der gleichen Webseite mit Rich Content mit einem Theme wie z.B. Zerif Lite.

    Multipurpose Themes haben trotzdem eine Daseinsberechtigung, z.B. wenn komplexe Layouts mit geringstem Budget umgesetzt werden sollen und deshalb nicht viel (finanzieller) Platz für ein maßgeschneidertes Theme ist.

    Der Verzicht auf Einstellungsoptionen macht dann tatsächlich bei der Performance viel aus. Wenn du ein eigenes Theme entwickeln willst, bietet dir Underscores.me eine gute Grundlage.

    Aus dem Forum hier habe ich aber gelernt, dass Performance-Probleme eher dadurch entstehen, dass zu viele, zu große Bilder eingefügt werden oder Embeds zu viel Overhead mitbringen. Über drastische Performance-Einbußen, weil eine CSS-Klasse „entry-title“ vorhanden ist oder das Meta-Tag für den Generator eingefügt wird, hat sich hier bisher niemand beschwert.

    @pixolin
    Da hast du natürlich recht, war bei mir deaktiviert. Beim TinyMCE muss ich das wohl selber aktivieren um die Option anzuzeigen, beim Gutenberg anscheinend nicht mehr.

    Matze112 hat in seinem Fall auch die Kommentare als unnütz erklärt. 🙂

    Thread-Ersteller matze112

    (@matze112)

    @pixolin Danke für die Ausführungen. Ich glaube ein eigenes Theme werde ich vorerst nicht erstellen 😉 aber ist überlegenswert

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