Support » Allgemeine Fragen » Webseite auf WordPress umstellen

  • minecooky

    (@minecooky)


    Guten Abend,

    ich habe meine Webseite via 1&1 Ionos (Baukasten) erstellt und möchte nun auf WordPress umsteigen, da ich mittlerweile an die Grenzen des Baukastens stoße. Hosten möchte/werde ich das weiter bei Ionos.

    Drücke nun bereits den ganzen Tag in WordPress rum und versuche dahinter zu kommen, wie ich meine Webseite darauf umgestellt, bzw damit neu erstellt bekomme.

    Die Themen, welche man fertig auswählen kann, sind zwar toll. Aber ich fürchte, meine Webseite ist so derart außerhalb der 0815-Welt, dass ich mit Themen nicht zurande komme.

    Außerdem vermisse ich in WordPress die Möglichkeit jede Seite so zu verändern und anzupassen, wie ich Lust habe. Offenbar kann man in WordPress nur bestehende Texte, Farben und Bilder ändern. Aber nicht einfach Blöcke frei ändern, erweitern, erstellen oder löschen.

    Könnt Ihr mir einen Tipp geben, wie ich langsam einen Start in das Thema WordPress bekomme? Ich denke, dass ich größtenteils einfach noch nicht dahinter gestiegen bin, wie’s funktioniert.

    Etwaige Tutorials auf YouTube sind leider auch keine Hilfe. Da zeigen die Leute dann, wie sie Themen auswählen und irgendwo zwei Wörter ändern. Aber tatsächlich mit WordPress eine Webseite aufbauen tut da keiner.

    Ganz lieben Dank für Eure Unterstützung. 🙂

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • Drücke nun bereits den ganzen Tag in WordPress rum

    Wenn man neu mit WordPress einsteigt, ist ein Tag Einarbeitung nicht wirklich viel.

    meine Webseite ist so derart außerhalb der 0815-Welt, dass ich mit Themen nicht zurande komme

    Das ist falsch, deine Seite ist jetzt nicht wirklich etwas besonderes, das bekommt man mit WordPress alles hin.

    Außerdem vermisse ich in WordPress die Möglichkeit jede Seite so zu verändern und anzupassen, wie ich Lust habe.

    Das liegt daran, dass dir Erfahrungen mit WordPress fehlen.

    Etwaige Tutorials auf YouTube sind leider auch keine Hilfe.

    Das glaube ich gerne, ich bin auch kein Freund von diesen Videos. Aber wenn du bei google mal

    WordPress Tutorial Anfänger

    eingibst, findest du garantiert brauchbare Seiten.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    WordPress ist ein Content Management System, bei dem du dir eine Vorlage für die Gestaltung aussuchst (so genannte Themes) und dann mit möglichst wenig Aufwand eigene Inhalte im gewählten Layout veröffenlichst. Das Theme sollte idealerweise deine Gestaltungswünsche ohne viele zusätzliche Einstellungen abdecken, damit du dich auf die Inhalte konzentrieren kannst. Da viele AnwenderInnen das als zu starr empfunden haben, gibt es auch Themes, die dir besonders viele Einstellungsmöglichkeiten bieten. Nachteil dieser Themes ist, dass du dich zum einen mit diesen Einstellungen erst einmal auseinandersetzen musst und die Einstellungen zum anderen ohne weitere Plugins bei jedem einzelnen Aufruf einer Webseite erst einmal aus der Datenbank abgerufen und dynamisch zu einer Webseite zusammengefügt werden müssen, was unter Umständen zu Lasten der Performance geht.

    Die Aussage, du könntest „nur bestehende Texte, Farben und Bilder ändern“ mag auf Baukastensystem zutreffen, ganz bestimmt aber nicht auf WordPress. Seit zwei Jahren verfügt WordPress über einen neuen Editor, der dir mit wenig Aufwand viele zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Dieses kurze Video zeigt eigentlich sehr schön, wie sich in wenigen Minuten interessante Webseiten erstellen lassen, ohne programmieren zu müssen:

    Wenn dir die Einstellungsoptionen von Vielzweck- (oder englisch Multipurpose-) Themes nicht reichen, kannst du die WordPress-Themes mit eigenem Programmiercode beliebig ergänzen oder anpassen. Zusätzlich stehen dir rund 60.000 Plugins kostenlos zur Verfügung, die WordPress zu einem Webshop, Event-Kalender, Vereins-Website, Buchungs-Plattform und vielem mehr machen.

    Viele Webhoster bieten übrigens „Managed WordPress-Hosting“ an, bei dem sich der Webhoster um die technischen Details wie Installation und regelmäßige Wartung kümmern. Das ist besonders für technisch weniger interessierte AnwenderInnen hilfreich, weil sie sich damit nicht belasten müssen, aber es können dann auch nur die vom Webhoster angebotenen Themes und Plugins verwendet werden, was viele als Einschränkung empfinden.

    Zum Einstieg würde ich eine lokale Installation auf deinem PC/Mac empfehlen, z.B. mit Bitnami (Windows/Apple) oder Local by Flywheel (Apple). Standard-Theme verwenden, unter Design > Customizer Einstellungsmöglichkeiten testen, zwei, drei Webseiten erstellen. Dann Theme wechseln, z.B. Astra, wieder im Customizer die Einstellungsmöglichkeiten prüfen und schauen, wie sich das Layout der Seiten verändert hat. Dann überlegen, was du mit deiner Website anfangen möchtest und wie sich das mit einem Theme effektvoll, aber mit angemessenem Aufwand umsetzen lässt. Ein Einsteiger-Buch kann auch nicht schaden.

    Moderator Hans-Gerd Gerhards

    (@hage)

    Hallo,
    ich kann mich @bscu und @pixolin nur anschließen.
    Wenn WordPress tatsächlich so beschränkt wäre, wie dir das dein erster Eindruck vermittelt, wären nicht bis dato mehr als 36% aller Webseiten auf der Welt mit WordPress erstellt worden.
    Ich habe auch vor mehreren Jahren mit WP begonnen und mein Ansatz war der, dass ich recherchiert habe, welches Buch ich als Einführung am besten verwende. Damals habe ich „Das WordPress Praxishandbuch“ von Gino Cremer genutzt, das mir ausgesprochen gut gefallen hat. Allerdings ist das Buch jetzt schon etwas älter und enthält Informationen zu WP bis Version 4.6.
    Leider kann ich Dir zu der aktuellen WP-Version 5.4.1 keinen Buchtipp geben.
    Ich würde mal googeln (z. B. hier – du kannst das Buch natürlich auch bei deiner örtlichen Buchhandlung kaufen) und mir dann ein entsprechendes Buch zulegen.
    Darüberhinaus gibt es natürlich auch massenweise Videos auf youtube, die man sich ansehen kann. Allerdings sind diese Videos eher für spezielle Probleme interessant und weniger für eine grundsätzliche Einführung gedacht.
    Viele Grüße
    Hans-Gerd

    Danke Euch für Euer Feedback. Das bestätigt mir zumindest, dass es nicht unmöglich ist, was ich vor habe und das ich eben dran bleiben muss.

    Beim weiteren Einlesen bin ich über elementor.com gestolpert, ganz schlau bin ich noch nicht daraus geworden… was ist denn das?

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Elementor ist ein im Moment sehr angesagter Page Builder, mit dem sich auch komplexe Layouts umsetzen lassen. Im Web gibt es mehrere Anleitungen, wie du mit dem Multipurpose-Theme OceanWP und Elementor eine Website erstellst, z.B.

    Das hat dann aber wenig mit dem neuen Page Builder zu tun, der im WordPress-Core enthalten ist. Wobei sich die beiden Page Builder auch ergänzen können. Ist das schon verwirrend? Dann warte, bis du die unzähligen Einstellungsmöglichkeiten gesehen hast …

    Du sagst, der ist „im Moment sehr angesagt“. Sind die noch neu und es ist praktisch noch ungewiss, wie lange es die noch gibt?

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Elementor ist nicht neu und hat inzwischen einen sehr großen Marktanteil unter den Page Buildern. Anscheinend sind sie auch finanziell sehr erfolgreich. Hier im Forum gibt es in letzter Zeit immer mehr Fragen zu Elementor, was ich vor allem der Beliebtheit des Plugin zurechnen möchte.

    Allerdings haben die WordPress-Core-Entwickler unter dem Codenamen Gutenberg einen eigenen Page Builder an den Start gebracht, der eigentlich die Richtung für die weitere WordPress-Entwicklung vorgeben soll.

    Ob sich die beiden Page Builder in der Zukunft ergänzen oder (was im Moment wahrscheinlicher scheint) auseinander entwickeln, ob es irgendwann ein „ElementorPress“ geben wird oder ob irgendwann der Hype um Elememtor abflaut und sich doch mehr AnwenderInnen dem (anfänglich sehr umstrittenen) Block-Editor Gutenberg zuwenden, kann ich dir nicht beantworten. Aber im Moment ist Elementor sehr angesagt.

    Muss ich mir auch mal in Ruhe ansehen. Wie meinem ersten Post ja wahrscheinlich zu entnehmen ist, komme ich auch aus der Baukasten-Welt. Da ist es schon schön, wieder was vertrautes zu sehen und mit diesem Prinzip weiter zu arbeiten.

    Wenngleich die WordPress-Profis da, völlig zurecht, den Kopf schütteln dürften.

    Wenngleich die WordPress-Profis da, völlig zurecht, den Kopf schütteln dürften.

    Für mich steht die Entscheidung fest, dass ich nicht mit Pagebuildern arbeite. Die Ansätze von Gutenberg (der auch als Block-Editor bezeichnet wird) reichen mir vollkommen aus.
    Außerdem ist – wie @pixolin richtig geschrieben hat – es auf jeden Fall so, dass der Block-Editor in der WordPress-Welt einen entscheidenden Platz hat. Und damit ist man auf der sicheren Seite bezogen auf die Weiterentwicklung von WordPress.
    Bei vielen Pagebuildern hat man nach der Deaktivierung des jeweiligen Pagebuilders eine vollkommen desolate Webseite mit einem Haufen von sogenannten Shortcodes, die dann nicht mehr korrekt umgesetzt werden. In vielen Fällen bleibt dann nur noch die komplette Neuentwicklung der Webseite. Alles schon erlebt…

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