Support » Themes » WordPress falsch verschoben?

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  • Es ist generell keine gute Idee, WordPress-Instanzen ineinander zu verschachteln oder das Verzeichnis einer anderen Installation als Website- und WordPress-URL anzugeben.

    Wenn ich dich richtig verstehe, hast du

    • eine alte Website unter https://example.com und
    • eine neue Website unter https://example.com/wordpress

    Die neue Website soll die alte Website ablösen und über https://example.com (ohne Angabe des Verzeichnisses wordpress in der URL) erreichbar sein.

    Habe ich das soweit richtig verstanden?
    Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, von denen ich hier rasch zwei aufführe:

    1. Wechsel des Web-Stammverzeichnisses
    Du behältst die neue Website im Verzeichnis /wordpress. Um sie über die URL https://example.com erreichbar zu machen, änderst du in Einstellungen > Allgemein die Website- und WordPress-URL aufhttps://example.com. Die Dateien bleiben aber unverändert im Verzeichnis wordpress liegen!
    Anschließend gehst du in das Kundenmenü deines Webhosters und änderst in der Domain-Verwaltung die Zuweisung so, dass/kunden/4711/var/www/wordpressdas neue Web-Stammverzeichnis ist. (Der Pfad zu deinem WordPress-Verzeichnis ist bei dir garantiert anders – das ist nur ein Beispiel!) Jetzt solltest du dich überhttps://example.com/wp-login.phpwieder im Backend anmelden können. Nun installierst du noch das Plugin Better Search Replace und ersetzthttps://example.com/wordpress/mithttps://example.com/ – achte darauf, keine Tippfehler zu machen, alle Datenbank-Tabellen auszuwählen und das Häkchen bei Testlauf zu entfernen. Nach dieser Ersetzung sollte alles funktionieren.

    2. Abruf der Dateien aus dem WordPress-Verzeichnis
    Bei dieser Variante bleiben die WordPress-Dateien der neuen Installation im Verzeichnis wordpress. Damit du die Webseiten trotzdem ohne das Verzeichnis aufrufen kannst, sind ein paar Ergänzungen notwendig.

    1. Du archivierst die Dateien aller Dateien und Unterverzeichnisse deiner alten WordPress-Installation – also alles im Web-Stammverzeichnis mit Ausnahme des Verzeichnis wordpress mit deiner neuen Installation.
      Mit archivieren meine ich: auf deinen PC herunterladen, als zip-Datei komprimieren, in dein Datenarchiv (z.B. externe Festplatte) verschieben.
    2. Du kopierst die Datei wordpress/index.php in das nächsthöhere Web-Stammverzeichnis und änderst die letzte Zeile so ab, dass sie auf das Verzeichnis wordpress verweist:
      /** Loads the WordPress Environment and Template */
      require __DIR__ . '/wordpress/wp-blog-header.php';<code></li>	<li>Du <strong>verschiebst</strong> die Datei</code>wp-config.php

      in das Web-Stammverzeichnis.

    3. Du meldest dich über https://example.com/wordpress/wp-login.php im Backend an, gehst auf Einstellungen > Allgemein und änderst nur die Website-URL auf https://example.com. Die WordPress-URL (also die Adresse, unter der deine WordPress-Dateien liegen) bleibt unverändert.
    4. Du meldest dich ggf. erneut über https://example.com/wordpress/wp-login.php im Backend an, gehst auf Einstellungen > Permalinks und speicherst die gewünschte Permalink-Struktur ab.

      Solltest du Fehler machen, kannst du die URL auch in der Datenbank direkt korrigieren. Die meisten Webhoster bieten dir zur Datenbank-Administration im Kundenmenü einen Zugang per phpMyAdmin an. In der Datenbank suchst du nach der Tabelle ???_options (mit deinem eigenen Tabellen-Präfix statt der Fragezeichen) und kannst dort die Felder siteurl und home anpassen.

      Die zweite Variante hat den Vorteil, dass du mehrere Webanwendungen parallel (statt ineinader verschachtelt) installieren kannst und sie so immer sauber voneinander getrennt hast.

      Wie immer bei solchen Aktionen ist es sinnvoll, vorher ein Backup zu erstellen. Kein Backup, kein Mitleid.

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