• Hallo und frohe Ostern!

    Ich betreibe seit Jahren schon eine WordPress Seite, gehostet auf einem normalen Webspace, der auch eine WordPRess Installationsroutine angeboten hat. Das hat zwar die Installation übernommen, man hat anschließend aber eine gnaz normale WordPress Installation und muss alles selbst machen.

    Nun habe ich auch Anbieter wie Strato gefunden, die spezielle WordPress Pakete anbieten. Die natürlich den Vorteil haben wie ich es verstanden habe, dass Updates automatisch installiert werden.

    Nun wäre meine Frage ob das Sinn macht? So wie ich gelesen habe werden Sicherheitsupdates bei WP sowieso automatisch durchgeführt, auch Plugins muss man manuell so oder so updaten.

    Hat jemand Tipps welche Variante besser ist? Müsste ich bei einem normal gehosteten WordPress z.B. täglich nach Updates gucken damit alles glatt läuft, und bietet z.B. Strato noch mehr Vorteile die ich so nicht sehe? Ich komme mit meinem Paket bisher super zurecht, bis auf einmal als ich mehrere Monate nichts gemacht habe (krankheitsbedingt) und danach der Blog mit Malware verseucht war.

    Würde mich über Tipps freuen worauf ich beim WordPRess Hosting achten sollte und ob normales Hosting reicht.

    Vielen Dank!

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  • Du kannst WordPress so einstellen, dass es sich automatisch aktualisiert – der Hoster (z.B. Strato) muss dafür gar nichts machen. Strato schreibt ja auch, dass Du WordPress entweder im „WordPress Sicherheitsmodus“ betreiben kannst (Updates werden automatisch installiert) oder im „WordPress Flexibilitätsmodus“ (Updates werden von Dir freigegeben) – das sind normale WordPress-Bordmittel, haben also nichts mit dem Hosting zu tun.

    Ich persönlich halte gar nicht so viel von automatischen Updates. Es kann immer mal vorkommen, dass ein Plugin nach einem Update nicht mehr richtig funktioniert und eventuell nachkonfiguriert werden muss. Wenn man nicht gerade jeden Tag seine Webseite(n) kontrolliert, kann auch mal die Seite fehlerhaft angezeigt werden. Deshalb gehe ich einmal im Monat alle WordPress-Seiten durch und führe die Updates manuell durch. Ist zwar zeitaufwändig, aber immer noch besser, als wenn eine Kundenseite unbemerkt nicht mehr läuft.

    Thread-Starter homer092

    (@homer092)

    Was bietet denn dann das „WordPress-Hosting“ für Vorteile? Ich dachte jetzt, dass es dabei vorallem darum geht, dass die Updates etc. automatisch passieren und man eben „nur“ bloggen muss. Dachte daher der höhere Preis im Vergleich zu anderen Hostingangeboten mit teils besserer Leistung für weniger Geld.

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Moderator (nicht mehr aktiv)

    Webhosting bedeutet zunächst einmal, dass du auf einem dauerhaft ans Internet angebundenen Server ein Account eingerichtet bekommst, um Informationen im World Wide Web abrufbar zu machen. Üblicherweise wird dafür auf dem Betriebssystem Linux eine Webserver-Software (meistens Apache2 oder nginx) installiert. Auf Wunsch kannst du zusätzlich PHP nutzen, um mit einem Content Management System wie WordPress Informationen in einer MySQL-Datenbank abzulegen und daraus dynamisch bei Abruf Webseiten zu generieren. (Weil der Abruf von Informationen aus der Datenbank und die Umsetzung in eine Webseite rechenaufwändig ist, wird der Prozeß mit Cache-Plugins gerne zwischengespeichert.)

    Da ein Webserver mit dem Abruf einer einzelnen (privaten?*) Website meistens unterbeschäftigt ist (bei geschäftlich genutzten Websites mag das anders aussehen), wird häufig ein Shared Hosting verwendet, bei dem sich mehrere Kunden des Webhoster einen Server teilen (von engl. share, teilen). Es gibt auch (wesentlich teurere) Hosting-Angebote, bei denen Kunden einen (oder auch mehrere) eigenen Server zugewiesen bekommen, um einen größeren Abruf von Webseiten bedienen zu können. Um den Kunden zu entlasten, werden auch „Managed Dedicated Server“ angeboten, bei denen der Kunde nicht nur einen Server zugewiesen bekommt, sondern der Webhoster auch die laufende Aktualisierung der Server-Software übernimmt.
    (*Für eine private Website, die Website eines (kleineren) Vereins oder eines Freiberuflers reicht Shared Hosting meistens völlig aus.)

    WordPress-Hosting ist kein geschützter Begriff, bezeichnet aber häufig ein auf den Betrieb von WordPress zugeschnittenes Hosting-Angebot – also z.B. ausreichend zugewiesener Arbeitsspeicher (PHP memory_limit), serverseitiger Cache, … Die Server-Software ist also nur optimal installiert – mit der WordPress-Installation selbst hat das zunächst wenig zu tun. (Gutes Beispiel: WP Projects)

    Managed WordPress-Hosting bezeichnet hingegen ein Hosting-Angebot, bei dem WordPress vorinstalliert ist und auch laufend gewartet wird. Da hier auch nicht ein armer Werkstudent tausende von Websites auf mögliche Aktualisierungen prüft, werden die Aktualisierungen vom Webhoster mit Skripten automatisiert durchgeführt. Vorteil ist, dass sich Kunden nicht um die Installation und regelmäßige Wartung kümmern müssen. Nachteil ist, dass auf Grund der Automatisierung nur standardisierte Software eingesetzt werden kann, also eine Reihe fest vorgegebener Themes und Plugins. Eigene Plugins oder selbstgeschriebene oder bei Dritten eingekaufte Themes können nicht verwendet werden. (Gutes Beispiel: 1&1 Managed WordPress Hosting, WordPress.com von Automattic)

    Inzwischen wird auch Managed WordPress Hosting angeboten, bei denen eigene Themes und Plugins verwendet werden können. (Beispiel: WordPress.com Business-Paket)

    Die Kosten unterscheiden sich je nach technischem Aufwand, den der Webhoster betreiben muss. Die Programmierung der Installationsskripte für automatische Aktualisierungen fließt in den Preis mit ein.

    WordPress sieht selber eine automatische Aktualisierung des Core für Zwischenversionen vor, um vor allem Sicherheitslücken zeitnah schließen zu können. Die Installationsroutine prüft, ob die Aktualisierung erfolgreich war und ist eigentlich recht zuverlässig. Plugins und Themes werden hingegen nicht automatisch aktualisiert, weil dadurch unter Umständen (neben Sicherheits-Patches) geänderte Funktionalität installiert werden könnte, ohne dass der Website-Betreiber das mitbekommt.

    Mit dem Plugin Easy Updates Manager kannst du auch das Update von Themes und Plugins automatisieren – allerdings mit der bereits genannten Gefahr, dass unbemerkt neue Features eingeführt werden. Im schlimmsten Fall kommt es dabei zu einem Konflikt zwischen Theme und Plugins und die Website wird komplett abgeschaltet (White Screen of Death), ohne dass du es mitbekommst. Für eine eher unwichtige private Website mit Kochrezepten oder Urlaubsfotos ist das vielleicht unkritisch, bei einer beruflich genutzten Website, über die Kunden akquiriert werden, kann das viel Geld kosten. Da macht sich der geringe monatliche Aufpreis eines WordPress-Hosting mit laufenden Aktualisierungen über eine Staging-Umgebung wie WP Projects schnell bezahlt.

    Noch ein Hinweis: Die genannten Webhoster habe ich nur als Beispiel aufgeführt; es handelt sich nicht um eine „offizielle“ Empfehlung und es gibt sicher eine Reihe vergleichbarer Angebote. Letztendlich solltest du selber (z.B. über Webhosting-Vergleichsportale) recherchieren, wer für dich mit welchen Leistungen am ehesten in Frage kommt.
    Geiz ist geil, Preise sind ein unschlagbares (?) Argument und häufig spielt auch noch die eigene Bequemlichkeit bei der Auswahl eines Webhoster eine Rolle – laufende Aktualisierungen machen Arbeit, häufig ohne zunächst eine unmittelbar sichtbare Änderungen zu bewirken. Die Angebote stark im Markt präsenter Anbieter wie Strato sind dabei scheinbar verlockend, wobei ich mir vorstellen könnte, dass es für den einzelnen Fall erheblich bessere Angebote gibt, bei denen für das gleiche Geld deutlich mehr Leistung geboten wird. Sprich mal die Teilnehmer auf einem WordPress Meetup in deiner Nähe an, wen sie als Webhoster empfehlen.

    Ich möchte noch ergänzen/hinweisen, dass es auch für selbst-gewartete WP-Installationen Helfer gibt, die über anstehende Updates, Nicht-Erreichbarkeit oder nicht mehr erreichbare Links per Mail informieren. Man muss also nicht täglich ins Backend schauen, ob noch alles in Ordnung ist.

    Als Einstieg für eine eigene Recherche werfe ich mal die Produktnamen iThemes Sync, Uptime Robot, InfiniteWP, Broken Link Checker in den Raum 😉

    Daniel XAG

    (@fibmyefriblot_doj)

    Die Zeitschrift c’t prüft jedes Jahr 10 Hoster, teilweise die selben.
    Aus Gründen des Mixes aus 24/7-Support, Geschwindigkeit, Datenschutz (Server in BRD) und Preis setzen viele WP-Blogger auf all-inkl.com

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