Support » Allgemeine Fragen » WordPress löschen – was passiert mit der hinterlegten Domain?

  • Gelöst dehe30

    (@dehe30)


    Hallo zusammen,

    ich hoffe, ihr könnt mir helfen, mein Host kann es leider nicht.

    Ich habe eine über eine „Ein-Klick-Lösung“ WordPress bei meinem Host installiert und komplett neu eingerichtet.
    Jetzt ist es leider so: Es besteht bereits eine alte WordPress-Seite zu dem Thema, die nicht mehr genutzt werden soll. Im Grunde möchte ich die alte WordPress-Installation komplett löschen.

    Wenn ich nun diese alte WordPress-Seite und die dazugehörende Datenbank lösche, was geschieht mit der dort hinterlegten URL? Wird sie damit „freigegeben“, sodass ich sie problemlos für meine neue WordPress-Seite verwenden könnte?
    Die neue WordPress-Seite läuft derzeit auf einer Staging-Domain und soll zukünftig die Domain der alten WordPress-Seite tragen.

    Der Switch der URLs gestaltet sich schwieriger als gedacht und da ich die alte Seite sowieso nicht mehr verwenden möchte, dachte ich, wäre das Löschen die einfacherer Lösung.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    • Dieses Thema wurde geändert vor 9 Monaten von dehe30.
Ansicht von 12 Antworten - 1 bis 12 (von insgesamt 12)
  • Das löschen einer WP Installation + Datenbank ändert nichts an der Domain.
    Diese wird keinesfalls freigebenden, sie gehört weiterhin dir (wenn du diese angemeldet hast)

    Ja, du kannst die neue WP Installation natürlich anstatt der alten einrichten. Wenn diese im Hauptverzeichnis war/ist, dann sollte alles problemlos laufen.

    Achso Staging: Da kommt es meines bescheidenen Wissens drauf an, ob diese Staging-Umgebung vielleicht nicht eh eine Migration auf die Hauptdomain bietet?

    Wie gesagt: Lösche die alte Installation, wenn du wirklich nichts mehr davon brauchst (zb. eigene Scripts, Bilder, …) Evtl. vorher sichern?
    Dann installierst/migrierst die neue (dzt. im Staging laufende) Site an den Platz der alten.

    PS: Welcher Hoster kann das nicht beantworten, da nicht helfen?

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Dazu ein wenig Theorie:

    Du registrierst bei einem Registrar (das kann, muss aber nicht der Webhoster sein) eine Domain und hinterlegst beim Registrar, welche IP-Adresse mit der Domain verknüft werden soll. Dieser Eintrag wird weltweit an Domain Name Server (DNS) weitergegeben, die alle notieren „wenn Domain XY aufgerufen wird, bitte den Computer mit der IP-Adresse … ansprechen“.

    Beim Webhoster, der den Computer mit der IP-Adresse betreibt, läuft ein Webserver. In den Servereinstellungen steht umgangssprachlich ausgedrückt „wenn jemand für Domain XY kommt, schau bitte in das Web-Verzeichnis /var/www/kunde4711/htdocs. Die Verknüpfung von Domain und Verzeichnis kannst du meistens im Kundenmenü des Webhosters eintragen. Hast du die Domain beim Webhoster mitbestellt, geschieht das alles automatisch.

    So, nun hast du ein Web-Verzeichnis, mit dem deine Domain verbunden ist. Du hast jetzt die Möglichkeit, beim Webhoster per 1-Click-Installation WordPress zu installieren. Was dabei passiert: Der Webhoster kopiert mit einem kleinen Programm die WordPress-Dateien entweder in dein Web-Stammverzeichnis oder ändert die Zuweisund des Web-Stammverzeichnis so, dass es auf die WordPress-Dateien zeigt.

    Jetzt möchtest du WordPress erst mal löschen. Kein Problem: du greifst mit einem FTP-Programm auf den Webserver zu, suchst nach Dateien wie der wp-config.php und kannst hier erst einmal eine neue Datei index.html anlegen. In die schreibst du

    <html>
    <head>
    <title>Wartungsarbeiten</title>
    <meta name="robots" content="none" />
    </head>
    
    <body>
    <h1>Dringende Wartungsarbeiten</h1>
    <p>Unsere neuen Webseiten werden viel schöner.<br>
    Kommen Sie bitte demnächst nochmal vorbei.</p>
    <p>Hans Mustermann, Schlossallee 7, 12345 Losstadt, Tel. 0234/5678</p>
    </body>
    </html>

    Wenn du nun https://example.com/index.html (natürlich mit deiner Domain) im Browser aufrufst, solltest du den Wartungshinweis sehen. (Falls nicht, hast du die Datei im falschen Verzeichnis gespeichert.) Sobald der Wartungshinweis angezeigt wird, kannst du alle anderen Dateien (ggf. nach einem Backup?) vom Webserver löschen. Ob du die Datenbank ebenfalls schon löschst, bleibt dir überlassen – ohne die Skripte, die du gerade gelöscht hast, kommt auch niemand an die Daten heran. Aber löschen ist sicherlich die sauberere Lösung.

    Deine Domain ist ganz unabhängig von den Dateien auf deinem Webserver und du kannst sie auch jederzeit einem anderen Webserver eines anderen Webhoster zuweisen, wenn das mal nötig sein sollte.

    Thread-Starter dehe30

    (@dehe30)

    Hallo.

    ja, mir gehört die Domain, die derzeit auf dem alten WordPress-System hinterlegt ist.

    Ich war mir nicht sicher, ob nach dem Löschen des alten WordPress und der dazugehörenden Datenbank die hinterlegte Domain nicht doch noch auf irgendeine Weise geblockt ist. Das wäre dann richtig blöd.

    Die Hotline von Strato war da nicht sonderlich hilfreich. Dort meinte man, ich müsse die Datenbank bearbeiten, etc. Dass ich nur wissen wollte, ob die Domain mit dem Löschen der alten Seite inkl. Datenbank für mich für die neue Seite nutzbar wird, kam irgendwie nicht ganz rüber…

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    @pezi Meine Erfahrung ist, dass „Staging-Server“ in den allermeisten Fällen eine freundliche Umschreibung für „ich hab das erst mal auf meinem Computer geparkt“ ist. Der Begriff machr erst bei einer Agentur so richtig Sinn, bei der mehrere Mitarbeiter/-innen täglich an der gleichen Website (eine Website, viele, viele Webseiten) sitzen, am Arbeitsplatz mit Docker-Containern (= gleiche Arbeits-Umgebung) arbeiten, jede Änderung als Git-Commit auf ein gemeinsames Repository gepusht wird und dann auf einem produktiven Kundenserver als Deployment ein git fetch ausgeführt wird. Von meinem Computer zuhause würde ich nie von Staging reden, höchstens von „ich arbeite noch dran“. Aber ich habe zum Glück auch keine Kunden, bei denen ein einstündiger Serverausfall mehrere tausend Euro Gewinneinbuße bedeutet. 😀

    Thread-Starter dehe30

    (@dehe30)

    @bego Mario Garde: Danke für deine Erklärung! Eine Rückfrage dazu: Kann ich WordPress auch innerhalb von WordPress löschen? Also, ohne den FTP-Server?

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Die Hotline von Strato war da nicht sonderlich hilfreich.

    Das sind sie selten. 😉

    Du kannst eine Domain übrigens auch umziehen und bei einem Registrar (sowas wie inwx.com) für ein paar Euro im Jahr parken. Die schalten dann einen Platzhalter für dich. Kostet vielleicht fünf Euro im Jahr.

    Thread-Starter dehe30

    (@dehe30)

    Ja, leider 😉
    Ein schnelle Umstellung wäre am besten, es steht soweit alles. Nur das Domain-Problem stand mir bisher im Weg

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    @dehe30

    Kann ich WordPress auch innerhalb von WordPress löschen?

    Du kannst WordPress nicht mit einem Button komplett löschen, aber du kannst es zurücksetzen und als einzige Seite einen Wartungshinweis veröffentlichen. Das geht so:

    1. Du meldest dich in WordPress im Backend an (wp-login.php) und erstellst ggf. noch ein Backup.
    2. Im Menu Design aktivierst du eines der Standard-Theme („Twenty …“) und löschst alle übrigens Themes (jeweils auf Theme-Details klicken, dann löschen.)
    3. Im Menü Plugins löschst du alle Plugins.
    4. Du installierst das Plugin WordPress Reset (das Plugin ist etwas angestaubt, aber für unsere Zwecke ideal) und wählst anschließend unter Werkzeuge das Menü „Reset“. Hier musst du noch bestätigen, dass du deine Website zurücksetzen möchtest.
    5. Du löschst im Menü Beiträge den Beispiel-Beitrag und im Menü Seiten die Beispiel-Seite.
    6. Du erstellst eine neue Seite „Wartungsarbeiten“ und schreibst, dass demnächst alles wieder gut ist.
    7. Du gehst in Einstellungen > Lesen und legst fest, dass die Seite Wartungsarbeiten deine Startseite ist.

    WordPress sollte Aktualisierungen selbständig durchführen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Strato daran etwas ändert, was sich aber über die Konfigurationsdatei wp-config.php herausfinden lässt. Grundsätzlich ist es aufwendiger, ein kompliziertes CMS immer auf dem neuesten Stand zu halten, als (wie in meiner ersten Anleitung) eine einfache HTML-Datei zu veröffentlichen und alles andere zu löschen.

    @pezi Meine Erfahrung ist, dass „Staging-Server“ in den allermeisten Fällen eine freundliche Umschreibung für „ich hab das erst mal auf meinem Computer geparkt“ ist.

    Ich muss die Webcam abkleben.
    Weil woher zum … weißt, dass ich hier einen Lesezeichen-Ordner großspurig „Staging“ nannte?
    Ja, da sind bloß Links zu XAMPP/Sites und extern zu Subdomains mit Klonen drin. Nicht mehr, nicht weniger. Staging ist was anderes … Aber ein griffiger Begriff, den ich eh nur intern verwende.

    Aber es stimmt schon, dass manche Staging Umgebungen (zB. als Dienste von (guten) Hostern) die Möglichkeit der Migration bieten, gell? (Raidbox ?)
    Glaube es gibt sogar ein Plugin für Staging + Migration.

    Ok, dies ist noch immer keine prof. Umgebung, wie eben von dir beschrieben. Aber evtl. nützlich und mehr als das Parken am XAMPP.

    PS: Strato … Aha, da war doch mal ein oder zweimal was 😉

    Ein Klick-Lösung bei Strato …

    Bevor du die auch „mit einem Klick“ löschst (Strato bietet das ja an), sieh dir bitte die Einstellungen für die Domain an, auch auf welchen Pfad („Domainumleitung“) sie zeigt.
    Nach den „Ein-Klick-löschen“ sieh nach, ob die Domain im Kundenportal noch vorhanden ist und ändere auch den Pfad, dass dieser auf die neue WordPress-Installation zeigt.

    Thread-Starter dehe30

    (@dehe30)

    Vielen Dank für eure Hilfe und die Tipps, es hat alles super geklappt!

    Moderator Bego Mario Garde

    (@pixolin)

    Prima. Für welche Lösung hast du dich nun entschieden?

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