Support » Plugins » WordPress und diverse css-Quellen

  • Gelöst clemens

    (@drclemenskappes)


    Hallo,
    ich habe mich mit GeneratePress Premium für ein sehr schlankes, v.a. aber sehr schnelles Theme entschieden. Nur für bestimmte Aufgaben muss man Plugins laden, die sonst oft intergriert sind, aber die Themes auch schwerfällig machen.

    Kurz:
    Als Nicht-Webdesigner und Non-Coder habe ich erst einmal das Gerüst der Seite entworfen. Vieles geht schon über den Customizer im Backend. Da ist die erste Quelle für zusätzliches CSS (unterster Button). Dann schreibt offenbar das Theme css-code direct in den HTML-Text. Weil ich Dinge ändern wollte, die nicht mit Bordmitteln zu realisieren waren (z.B. Änderung von Layout und Schriften in Untermenüs) habe ich mir das Plugin ‚Yellow Pencil Prof.‘ gekauft. Das speichert die CSS-Änderungen in irgendeiner Datei, aber zum Glück kann man auch den <css-code> direkt ansehen und ggf. löschen. Dabei habe ich erstmals gemerkt, dass Änderungen in diesem Plugin die Modifikationen im Customizer überschreiben, und zwar auch, wenn man hinterher Änderungen über den Customizer vornehmen will. Das geht dann nicht!. Klar, dass man als Laie dann irgendwann nicht mehr weiß, was durch welchen css-code hervorgerufen wird und wo der steht.

    3. Phase: Nachdem dann das Gerüst einigermaßen stand, habe ich festgestellt, dass ohne einen Pagebuilder so gut wie nichts läuft. Also Elementor Pagebuilder gekauft. Damit lässt sich prima der Inhalt der Seiten designen, auch wieder indem irgendwo css-code abgelegt wird. Teilweise lassen sich auch hier Sachen ändern, die es im visuellen css-edior und/oder im Customizer (also über das Theme selbst) gibt. Das Problem wird vielleicht minimiert, sobald es Gutenberg gibt, aber das scheint ja noch zu dauern und nützt aktuell nix

    Ich habe den Eindruck, dass ich durch die Plugins ein Kuddelmuddel an CSS produziere, weiß aber nicht, wie ich das vermeiden kann.

    Danke für fachkundige Hilfe,
    Clemens

    Wer weiß da Rat in einer für einen Laien verständlichen Sprache.

    Die Seite, für die ich Hilfe brauche: [Anmelden, um den Link zu sehen]

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  • … ich habe mich mit GeneratePress Premium …
    Kurzer Hinweis: Zu gekauften Themes können wir dir hier nicht weiterhelfen, weil sie uns nicht kostenlos zur Verfügung stehen. Ich müsste mir das Theme erst kaufen und den Code anschauen, um dir dann kostenlos Hilfe anbieten zu können. Aber wie gesagt: nur ein Hinweis.

    Nur für bestimmte Aufgaben muss man Plugins laden, …
    Plugins sind nicht generell „böse“, nur zu viele Plugins oder fehlerhaft programmierte Plugins bringen Probleme. Generell ist Vorsicht geboten, wenn ein Theme Plugin-Features übernimmt, weil dann ein späterer Wechsel unmöglich ist (Lock-In-Effekt).

    Weil ich Dinge ändern wollte, die nicht mit Bordmitteln zu realisieren waren (z.B. Änderung von Layout und Schriften in Untermenüs) …

    Auch das geht höchstwahrscheinlich mit CSS, nur ist es vielleicht ein wenig komplizierter. AnwenderInnen sollten hier immer abwägen, wie weit sie sich mit der Programmierung von CSS, HTML, PHP, JavaScript, etc. beschäftigen wollen oder ob für einen gesunden Kompromiss die Theme-Einstellungen im Customizer reichen.

    Dabei habe ich erstmals gemerkt, dass Änderungen in diesem Plugin die Modifikationen im Customizer überschreiben,

    Wenn das Plugin sachgerecht programmiert ist, überschreibt es auch nicht die Modifikationen im Customizer. Allerdings gilt in Cascading (!) Style Sheets immer die Regel, dass spezifischere CSS-Regeln allgemeinere überschreiben. Verwendest du als Zusätzliches CSS im Browser z.B. die Regel h2 { color: red; } und das Theme oder ein Plugin nutzt eine CSS-Regel .entry-content h2 { color: green; }, wird die Beitragsüberschrift in Grün ausgegeben, selbst wenn das Zusätzliche CSS später geladen wird. (Lustig und lesenswert: https://stuffandnonsense.co.uk/archives/css_specificity_wars.html)

    Also Elementor Pagebuilder gekauft.
    Schönes Plugin, aber auch hier können wir wieder keine Hilfe anbieten. Ich sag’s ja nur mal so …

    Ich habe den Eindruck, dass ich durch die Plugins ein Kuddelmuddel an CSS produziere, weiß aber nicht, wie ich das vermeiden kann.
    Beim neuen HTTP-Protokoll HTTP/2 können mehrere Dateien parallel geladen werden, sodass der Performance-Verlust gering ausfällt. Da macht das also nicht so viel aus. Ob dein Webserver bereits HTTP/2 unterstützt, kannst du mit https://http2.pro testen.
    Beim älteren HTTP-Protokoll entstehen durch das Laden vieler einzelner CSS-Dateien aber tatsächlich Performance-Verluste, die durch ein Cache-Plugin (z.B. WP Rocket) oder Autoptimize abgefangen werden können.

    … in einer für einen Laien verständlichen Sprache
    Dazu gibt es von Einstein so einen schönen Satz:
    Man sollte die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.

    Thread-Ersteller clemens

    (@drclemenskappes)

    Hallo,
    und vielen Dank für die ausführliche Antwort. Dummerweise habe ich nicht dazu geschrieben, dass mein Theme GeneratePress kostenlos ist und die Premium-Version als Plugin geladen wird. Gibt es also gratis. Auch den Elementor nutze ich nur in der Gratis-Version
    Insbesondere dein Hinweis mit HTTP/2 hilft mir weiter. Da ich HTTP/2 als Protokoll habe, ist’s performancemäßig also kein Nachteil, zumal ‚autooptimize‘ auch installiert ist. Die Abwägung, was man als Plugin braucht, ist für einen Laien schwierig. Mein „altes“ Theme hatte sehr viele Einstellmöglichkeiten und einen Pagebuilder integriert. Nach dem Wechsel des Themes sieht die Optik natürlich gruselig aus. Und das kriege ich ohne Pagebuilder nicht hin. Elementor hab ich genommen wegen sehr guter Kritiken (z.B. auch weil nach dem evtl nötigen Deinstallieren keine shortcodes übrig bleiben wie beim Divi-Pagebuilder).
    Und das Theme hat mit über 1 Mio. Installationen und ***** auch überall Bestnoten.

    Und da ich – ich glaube systematisch richtig – erst die Rahmenkonfiguration gemacht habe, habe ich mir einen visuellen CSS-Editor zugelgt (Yellow Pencil – gratis ;-)). Der reichte aber nicht zur Seitengestaltung. Deshalb hab ich jetzt viel Zeugs mit etlichen Überschneidungen. und das ist blöd.
    Und ich bin so jemand, der gerne verstehen möchte, was passiert. Dazu gehört, dass ich gerne wissen möchte, wo Änderungen abgelegt werden, damit ich sie ggf. rückgängig machen kann. Dazu wiederum muss ich wissen, welche als letzte wirksam ist.
    Also, ich kann jetzt erst noch einmal neu würdigen, wieviel Zeit damals meine Tochter mit der Installation verbracht haben muss.

    Also, herzlichen Dank nochmals,
    Clemens

    Nach dem Wechsel des Themes sieht die Optik natürlich gruselig aus. Und das kriege ich ohne Pagebuilder nicht hin.

    Viele AnwenderInnen machen den Fehler, sich an der schicken Demoseite mit professionellen Fotos und auf das Theme abgestimmten Inhalten zu orientieren. Ohne Inhalte sehen die meisten Themes merkwürdig aus. Häufig helfen Demo-Inhalte bei einer ersten Orientierung, aber eigentlich wird dabei das Pferd von hinten aufgezäumt. An erster Stelle sollte immer eine Konzeption stehen: Welche Inhalte sollen wie dargestellt werden? Welches Theme liefert mir dazu die Funktionalität.

    … habe ich mir einen visuellen CSS-Editor zugelgt

    Besser wäre es, CSS richtig zu verstehen; dann braucht es auch keinen visuellen Editor. Für eigene Themes finde ich auch SASS (eine Art „Erweiterung“ von CSS um Variablen und Funktionen) hilfreich, vor allem weil das CSS auf Fehler überprüft wird.

    Deshalb hab ich jetzt viel Zeugs mit etlichen Überschneidungen. und das ist blöd.

    Genau.

    Also, ich kann jetzt erst noch einmal neu würdigen, wieviel Zeit damals meine Tochter mit der Installation verbracht haben muss.

    Das ist ein allgemeines Problem in der Webentwicklung: Viele Kunden gehen vermutlich davon aus, dass ein einem Programm wie Microsoft-Office nur genug Kästchen angeklickt und Bilder per Drag & Drop verschoben werden müssen und dann schon etwas passendes dabei heraus kommt. Der Programmieraufwand für selbst einfache Features wird meist unterschätzt. Ergebnis ist, dass häufig mit Features überladene Multi-Purpose-Themes und PageBuilder eingesetzt werden, weil sich damit die Anforderungen des Kunden preiswert (und im Rahmen des Budgets für die Website) umsetzen lassen. Leider geht das oft zu Lasten der Performance, aber es ist immer noch günstiger, die Performance mit einem Plugin wie WP Rocket aufzubessern, als eine individuelle Website zu programmieren.

    …z.B. Änderung von Layout und Schriften in Untermenüs

    Unter dem Menüpunkt „Farben“ lassen sich mit GeneratePress Premium, auch für ein Untermenü, anpassen:
    Hintergrund, Text, Hintergrund bei Mauskontakt, Text bei Mauskontakt, Hintergrund aktuell,Text aktuell
    Zudem lässt sich über „Hauptnavigation“ und „Sekundäre Navigation“ das Aussehen extrem fein steuern. Selbst die „Untermenü-Element Höhe“ ist hier einzustellen.
    Ob man im Untermenü die Schriftart wechselt ist wohl Geschmackssache…

    Vielleicht ist es sinnvoll mit dem neuen Theme etwas zu „spielen“. Eventuell sind dann zusätzliche Plugins fürs Design nicht mehr notwendig. Gerade GeneratePress Premium bietet hier massenweise Optionen…

    Thread-Ersteller clemens

    (@drclemenskappes)

    Hallo,
    ich gebe dir Recht: in dem Maße, wie man für WP HTML und CSS kennt und kann, stehen einem viele Türen offen. Aber es gilt Aufwand und Ertrag gegeneinander zu rechnen. Wenn ich 30,40 oder 50 wäre, würde ich mit sowas noch anfangen, aber jetzt ist mir der Aufwand zu hoch. Ich merke, dass ich auch für WP Profis brauche – und wenn auch nur in Form von Plugins.

    Für eine Business-Website ist das Aussehen eben nicht egal, aber 5.000-10.000 Euro kann ich mir nicht leisten. Vermutlich werde ich mich dann doch mit meiner alten Website durchwurschteln. Die funktioniert zwar noch, wird aber nur einmal pro Jahr geupdatet – und den WP-Konformitätstest besteht sie auch in vielen Punkten nicht.

    Ich hatte mich – das zu meiner „Ehrenrettung“ beim Entscheid für ein neues Theme nicht blenden lassen, sondern sehr genau auf Funktionalität geschaut. Genau damit wird auch erfolgreich geworben. Der Support ist super. Aber eben doch eher für Designer, die für andere Websites erstellen und die HTML- und CSS-Grundlagen (und mehr) beherrschen.

    Danke für deine Geduld,
    Clemens

    Thread-Ersteller clemens

    (@drclemenskappes)

    @newtom

    Meine letzte Nachricht bezog sich auf @begio mario garde.

    Danke für deine Hinweise. Ich weiß, dass GeneratePress viele Möglichkeiten bietet – und ich bin auch noch in der Spielphase. Aber einige meiner Änderungen – z.B. Submenu horizontal und Unterpunkte in anderer Schriftgröße – gehen nicht ohne CSS. Hier ist der Support von Tom, der das ganze Theme verantwortet – einfach super!

    Auch finde ich toll, dass es eine sehr gute Übersetzung ins Deutsche gibt. Da muss es doch irgendwo auch eine deutsche Community geben? Ich tue mich mit dem Hin- und Her auf Englisch einfach schwer. Weißt du da was ?

    Danke,
    Clemens

    Thread-Ersteller clemens

    (@drclemenskappes)

    P.S. Der Wechsel der Schriftart ist keine Spielerei, sondern nur so lässt sich realisieren, dass das Untermenü waagerecht exakt genauso lang ist wie das Obermenü. So ist‘ auch aktuell auf der Seite, aber eben mit Background bis an die Seitenenden. Dadurch wird das oben alles optisch „schwer“, wie ich finde.

    Und ich habe in meinem Business eine Grundbotschaft: „Denken und Handeln ‚out of the box'“ Und da sollte das Design natürlich nicht bieder daherkommen…… Aber wie gesagt, ich probiere noch aus…

    Nein, ich kenne keine deutsche Community für GeneratePress…

    Die Übersetzung von GeneratePress findest du hier:
    https://translate.wordpress.org/locale/de/default/wp-themes/generatepress

    Jede/r kann sich gerne an der Übersetzung beteiligen. Einen Einstieg ins Thema findest du hier: https://de.wordpress.org/mitwirken/uebersetzung-erste-schritte/

    Wer mehr über WordPress erfahren möchte und Kontakt zur WordPress Community sucht, sollte auch eines der zahlreichen Meetups besuchen. Mehr dazu hier: https://de.wordpress.org/meetups/

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