Support » Allgemeine Fragen » WordPressinstallation in einem Unterverzeichnis / sitemap

  • Gelöst Alpha-Richter

    (@alpha-richter)


    Hallo,

    hat jemand Erfahrung bzgl. der WordPressinstallation in einem Unterverzeichnis und der Erstellung einer sitemap.

    Für gewöhnlich installiere ich WordPress in einem Unterordner, damit ich WordPress in Ruhe einrichten und testen kann.
    Wenn dies abgeschlossen ist ändere ich folgendes:

    Einstellung -> Allgemein
    WordPress-Adresse (URL): http://meineseite.de/unterordner
    Website-Adresse (URL): http://meineseite.de

    Dann kopiere ich die index.php und die .htaccess in das Stammverzeichnis und bearbeite eine Zeile in der index.php
    Code:
    require(‚./unterordner/wp-blog-header.php‘);
    Nun kann ich WordPress über das Hauptverzeichnis aufrufen.

    Wenn ich nun aber eine sitemap erstelle (zum Beispiel über das Plugin XML Sitemap Generator für WordPress 4.0.) habe ich das Problem das eine sitemap für das Stammverzeichnis und eine für den Unterordner erstellt wird.

    Das sieht dann so aus:

    meineseite.de/sitemap.xml
    URL of sub-sitemap
    – meineseite.de/sitemap-misc.xml
    – meineseite.de/sitemap-unterordner.xml

    Wobei es hierbei folgende Inhalte gibt:
    meineseite.de/sitemap-misc.xml
    – meineseite.de
    – meineseite.de/sitemap.html

    meineseite.de/sitemap-unterordner.xml
    – meineseite.de/wordpress-seite1
    – meineseite.de/wordpress-seite2
    – meineseite.de/wordpress-seite3

    Meine Fragen hierzu:
    1) Wie installiert ihr WordPress? Gerade in Verbindung mit der Installation in ein Unterordner bin ich mir unsicher? Verschiebt ihr nach der Installation alle Dateien aus dem Unterordner in das Stammverzeichnis (und nicht nur die index.php und die .htaccess). Welche Vorgehensweise ist hier am besten?

    2) Wie seht ihr das mit der sitemap? Ist es schlecht das er sub-sitemaps erstellt? Hierzu bekomme ich immer wieder die unterschiedlichsten Antworten (welche mich durcheinanderbringen). So habe ich von „sitemap – das braucht/erstellt heute doch kein Mensch mehr“ bis zu „ohne sitemap geht gar nichts“ gehört.

    Ich will hier nicht über den Sinn oder Unsinn einer sitemap diskutieren. Ich möchte wissen wie man am besten vorgeht, wenn man eine WordPressinstallation in einem Unterverzeichnis macht. Und wenn dies gemacht wird, wie dann die sitemap aussehen soll.

    Vielen Dank für die Hilfe.

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  • Ich bevorzuge die von dir korrekt wiedergegebene Installation in einem Unterverzeichnis aus verschiedenen Gründen:

    • eine Installation im Unterverzeichnis ermöglicht, WordPress bereits auf dem Webserver des Kunden zu installieren und dem Kunden ein nahezu fertiges Produkt zur Abnahme vorzulegen (nach Abnahme sind dann nur noch die genannten Anpassungen notwendig),
    • die Installation lässt sich sauber von anderen Webanwendungen wie z.B. PIWIKI (Statistik) trennen, die nicht in einem Unterverzeichnis von WordPress landen. Ist bei einem Update etwas schief gelaufen, lassen sich die Dateien schnell und sauber löschen und durch Upload eines neuen Datei-Satzes ersetzen. Auch das gezielte Backup einzelner Webanwendungen lässt sich einfacher durchführen.

    Zum zweiten Punkt kann ich nicht viel sagen, da du nicht über den Sinn oder Unsinn einer Sitemap diskutieren möchtest. Die Argumente dazu sind auch hier viel besser dargelegt. Letztendlich bin ich aber kein Angestellter von Google und entwickle nicht Webseiten für diesen Konzern, sondern interessiere mich für überzeugende Inhalte und mache es dann Suchmaschinen (hoffentlich) nicht unnötig schwer, diese zu indexieren; dazu braucht es aber keine Sitemap. Aber darüber wollten wir ja eigentlich gar nicht sprechen … 🙂

    Ich habe das gleiche Setting (WP in Unterordner, angepasste index.php im Hauptordner) und das läuft ohne Probleme mit Google XML Sitemaps. Die Sitemap-Datei wird im „virtuellen“ root eingebaut und die Pfade stimmen bei mir auch.

    Zur Not könnte man auch per robots.txt auf den genauen Pfad der sitemap.xml hinweisen, aber ich denke, dass dies bei diesem Setting nicht nötig ist.

    Achtung: Früher hat das Plugin die Dateien erstellt. Sollten diese Dateien noch auf dem Server liegen, unbedingt löschen. Da warnt das Plugin aber auch selbst in roter Schrift, wenn du auf die Einstellungen gehst!

    Ob das Setting für alle ideal ist, würde ich mal bezweifeln, aber für mich hat es bisher ohne Probleme geklappt. 😉

    Gruß, Torsten

    Ob das Setting für alle ideal ist, würde ich mal bezweifeln

    Hallo Torsten,

    könntest du vielleicht bei Gelegenheit mal noch für wissbegierige Anfänger kurz erklären, in welchen Fällen ein solches Setting suboptimal sein kann?
    Danke!

    Wenn du den verzweifelten Blick eines Anwenders gesehen hast, der nicht weiß was ein Web-Rootverzeichnis ist oder dass man eine index.php nicht mit MS Word bearbeitet, dann empfiehlst du auch nicht guten Gewissens jedem eine Installation im Unterverzeichnis. 🙂

    (Das ist übrigens gar nicht abfällig gemeint. Nicht jeder muss sich mit solchen Dingen auskennen. WordPress ist auch nicht generell „einfach“, wie gerne behauptet wird. Wie tief man in die Materie einsteigen möchte, muss jeder für sich entscheiden.)

    Zuerst einmal vielen Dank für die Antworten und die konstruktive Diskussion.

    Zum Thema WordPressinstallation in einem Unterordner:
    Genau aus den Gründen, welche Bego Mario Garde genannt hat, installiere ich WordPress auch in einem Unterordner.

    Um die Website dann über die Hauptdomain zu erreichen gibt es (mindestens) drei Möglichkeiten.

    1. Möglichkeit: Wie oben beschrieben. index.php und .htaccess Datei verschieben
    Dies hat den Vorteil das ich auf dem Webserver zum Beispiel auch noch andere WordPressinstallationen oder Anwendungen laufen lassen kann.
    Beispiel:
    a) meineseite.de/wordpress-haupt-installation
    Hier wird die index.php bearbeitet und dann mit der .htaccess verschoben
    Erreichbar über: meineseite.de

    b) meineseite.de/wordpress-neben-installation
    Erreichbar über: meineseite.de/wordpress-neben-installation

    c) meineseite.de/pub-ordner-fuer-kunden
    Erreichbar über: meineseite.de/pub-ordner-fuer-kunden

    Vorteil: Eigentliche Struktur bleibt übersichtlich (WordPress ist tatsächlich im WordPressordner etc.)

    Nachteil: So wie es aussieht erstellt es dann auch noch sub-sitemaps. Wie „schlimm“ das ist weiß ich nicht, und soll eben hier diskutiert werden.

    2. Möglichkeit: Ich installiere WordPress wieder in einem Unterordner und route dann die Domain um. (Beim Hoster eine Umleitung einrichten)
    Beispiel:
    meineseite.de wird umgeleitet auf meineseite.de/wordpress

    Vorteil: Keine sub-sitemap – Alle WordPress-Seiten liegen im gleichen Ordner.

    Nachteil: Wenn ich auf dem Webserver Unterordner habe, sind die nicht mehr so leicht erreichbar. (Beispiel: meineseite.de/pub-ordner funktioniert nicht mehr direkt das die Umleitung von meineseite.de auf meineseite.de/wordpress eingerichtet worden ist). Ich denke dies lässt sich durch weitere Umleitungen lösen, wird mir persönlich aber dann schnell zu komplex.

    3. Möglichkeit: Komplette WordPressinstallation nach der Einrichtung aus dem Unterordner ins Stammverzeichnis verschieben.
    – Dies habe ich noch nie gemacht.

    Meiner Meinung nach ist die 1. Möglichkeit die sinnvollste Möglichkeit. Ich habe bei kleinen Projekten auch schon die 2. Möglichkeit (Domain-Umleitung) verwendet, habe dann aber immer Probleme wenn dem Kunden später einfällt, das noch zusätzliche Daten/Ordner auf dem Webserver abgelegt werden sollen.

    Ich weiß das dies hier vielleicht ein sehr theoretisches Thema ist, aber ich möchte einfach Wissen (oder diskutieren) welches die beste Lösung (best practice). Und mir ist eben bei einem größeren Projekt mit sitemap aufgefallen das bei der Möglichkeit 1. die sitemap „zerrissen“ wird. Das hat mich etwas verunsichert.

    Danke!

    Wenn du den verzweifelten Blick eines Anwenders gesehen hast, der nicht weiß was ein Web-Rootverzeichnis ist oder dass man eine index.php nicht mit MS Word bearbeitet, dann empfiehlst du auch nicht guten Gewissens jedem eine Installation im Unterverzeichnis. 🙂

    @bego:
    Vielen Dank für deine Antwort! Ich muss trotzdem noch mal rückfragen: Verstehe ich dich richtig, dass es da nur um mögliche anwenderspezifische Schwierigkeiten geht (also nicht um grundsätzliche _sicherheitsrelevante_ Aspekte einer Installation im Unterordner)?

    @alpha-richter:
    Als WP-Einsteiger finde ich eine Diskussion dieser Thematik auch sehr spannend und hilfreich. Auch ich würde mich freuen, wenn die Profis hier noch mal ein wenig auf mögliche Vor- oder Nachteile der 3 Szenarien eingehen könnten. Mögliche Vorteile einer Installation im Unterverzeichnis (Szenario 1) hat Bego ja schon sehr erhellend erklärt, danke auch von meiner Seite noch mal dafür!

    Unter Sicherheitsaspekten hat die Installation im Web-Rootverzeichnis einen winzigen Vorteil: Du kannst die Konfigurationsdatei wp-config.php im Verzeichnisbaum ein Verzeichnis oberhalb der WordPress-Installation ablegen.

    Bei einer Installation im Unterverzeichnis liegt die wp-config.php also im Web-Rootverzeichnis, installierst du aber WordPress im Web-Rootverzeichnis, kannst du die wp-config.php wiederum ein Verzeichnis nach oben schieben und sie liegt dann außerhalb der öffentlich zugänglichen Verzeichnisse.

    Andererseits … .htaccess mit Benutzerrechten auf 600 und folgender Regel …

    <files wp-config.php>
    order allow,deny
    deny from all
    </files>

    „… und gut ist.“ 🙂

    Nachtrag: oder du legst eine wp-config.php ohne Zugangsdaten zur Datenbank an und bindest mit require_once() eine weitere php-Datei außerhalb des Web-Rootverzeichnisses ein, die diese Zugangsdaten enthält.

    @bego:
    Solche Infos liebe ich, vielen Dank!

    könntest du vielleicht bei Gelegenheit mal noch für wissbegierige Anfänger kurz erklären, in welchen Fällen ein solches Setting suboptimal sein kann?

    Wie Bego schon schrieb: Zum einen ist die Technik nicht für jeden verständlich und zum anderen ist das Ablegen der wp-config.php eine Ebene höher damit nicht mehr möglich.

    Schöne Idee übrigens mit dem requiren, Bego! 🙂

    Andere Probleme/Inkompatibilitäten sind mir bisher nicht aufgefallen. Aber da dies nicht dem Standard entspricht, kann es natürlich passieren, dass da Probleme gibt. Andererseits ist ein Abweichen von Standardpfaden für die Sicherheit ja häufig von Vorteil (wenn auch nur im sehr begrenzten Rahmen).

    So wie es aussieht erstellt es dann auch noch sub-sitemaps. Wie „schlimm“ das ist weiß ich nicht, und soll eben hier diskutiert werden.

    Das kann ich noch nicht ganz nachvollziehen. Könntest du näher erläutern welche Sub-Sitemaps wo und wie erstellt werden. Danke!

    Gruß, Torsten

    @torsten

    Ich bin davon ausgegangen, nur eine sitemap.xml zu erhalten. Es wurden/werden aber mehrere xml Dateien erstellt:

    sitemap-misc.xml mit der Startseite /
    und
    sitemap-pt-page-unterordner mit allen weiteren Seiten

    Das hat mich eben verunsichert, und hierzu wollte ich (professionelle) Antworten bzw. Meinungen.

    Beste Grüße

    Das Plugin teilt die Sitemap nur zeitlich auf. Das wird auf der Pluginseite des Entwicklers erklärt:
    http://www.arnebrachhold.de/projects/wordpress-plugins/google-xml-sitemaps-generator/google-xml-sitemap-generator-new-sitemap-format/

    Gruß, Torsten

    Hallo allerseits,

    ich habe ebenfalls WordPress 4.6.1 in einem Unterverzeichnis installiert, und will jetzt die Seite über das Hauptverzeichnis aufrufen. All die hier empfohlenen Dinge habe ich gemacht, index.php geändert und verschoben, d.h. kopiert, auch, die lt.Aufforderung vom WP-Backend aktualisierte .htaccess ins Stammverzeichnis kopiert. Es kommt nun zwar die Startseite, aber alle Links sind im Eimer. Was tun? Ich weiß nicht mehr weiter. Die Seite heißt: http://www.fahrrad-history.de Bin dankbar für jeden Tipp!

    @ugehner
    Es ist taktisch nicht sehr geschickt, wenn du dich mit deiner Frage an einen bereits gelösten Thread dranhängst. Nicht nur bekommt der ursprüngliche Fragesteller jetzt Benachrichtigungen zu einer Frage, die ihn vermutlich wenig interessiert, sondern wir schauen auch grundsätzlich in Themen mit bereits gelösten Probleme nicht mehr rein.

    „All die hier empfohlenen Dinge habe ich gemacht, index.php geändert und verschoben, d.h. kopiert, …“

    Das klingt ehrlich gesagt etwas wirr. Verschieben ist nicht Kopieren. Die index.php muss kopiert und angepasst werden, die wp-config.php ins Web-Stammverzeichnis verschoben. Was mich allerdings irritiert: die Readme.html liegt im Web-Stammverzeichnis. Wären deine WordPress-Dateien so, wie du es im Moment eingetragen hast, in einem Unterverzeichnis wp, müsste auch die readme.html dort sein.

    Nur der besseren Verständigung halber: Wenn ich auf meinen Webserver ein Verzeichnis wp mit den ganzen WordPress-Dateien hochlade und dann im Kundenmenü dieses Verzeichnis als Web-Stammverzeichnis einer Domain zuweise, dann liegen die Dateien nicht in einem Unterverzeichnis.

    Ich schlage vor, du

    • startest ein neues Thema
    • gibst uns weitere Informationen zu deiner Website und
    • beschreibst nochmal ganz genau, welche Dateien jetzt wo liegen und welches Verzeichnis der Domain zugewiesen wurde.

    Damit hier nicht noch weitere Fragen angehängt werden, schließe ich jetzt diesen Thread. Demnächst bitte beachten: Eine Frage, ein Thread. Neue Frage? Neuer Thread! (Steht auch so in unserer FAQ.)

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