Freie Software? Community? Was geht mich das an?

Wer sich für WordPress interessiert, stößt rasch auf zwei Begriffe, die für WordPress eine ganz wesentliche Bedeutung haben: Freie Software und Community.

Freie Software

WordPress ist freie Software. Frei leitet sich hier von Freiheit und nicht von Freibier ab. In der Tat räumt dir WordPress die folgenden vier Freiheiten ein:

  • Freiheit 1: Du hast die Freiheit, WordPress für jeden Zweck ausführen wie du möchtest.
  • Freiheit 2: Du hast die Freiheit, den WordPress-Quellcode zu untersuchen und nach eigenen Bedürfnissen anzupassen.
  • Freiheit 3: Du hast die Freiheit, WordPress nach Belieben zu kopieren und weiterzuverbreiten.
  • Freiheit 4: Du hast die Freiheit, WordPress zu verbessern und diese Verbesserungen der Gemeinschaft freizugeben, damit so alle profitieren.

WordPress grenzt sich zu Open-Source-Software ab. Doch was ist Open Source? Open Source heißt wörtlich übersetzt “Offener Ursprung” und bezeichnet Software, deren ursprüngliche Programmierung (Quellcode, engl. Source Code) für alle frei zugänglich und einsehbar ist. Der Gedanke dahinter ist, ein Projekt einem breiten Publikum vorzustellen, um es dann gemeinsam voranzubringen. Es geht dabei weniger um „freie“ Nutzung im Sinne von “Freibier”, sondern um die Freiheit, vorhandenes Wissen nutzen und ergänzen zu können.

Open Source heißt jedoch nicht zwangsläufig, dass alle vier zuvor genannten Freiheiten erfüllt werden. Der Gedanke hinter freier Software ist, ein Projekt einem breiten Publikum vorzustellen, um es dann gemeinsam voranzubringen. Es geht dabei vor allem darum, vorhandenes Wissen zu nutzen und ergänzen zu können.

Aus dem Wunsch, bei der Entwicklung von frei zugänglicher Software eine stabile Rechtsgrundlage zu schaffen, sind verschiedene Lizenzen entstanden. WordPress verwendet die GNU General Public License v2 (GPLv2), eine weit verbreitete Lizenz, welche die vier genannten Freiheiten garantiert, die mit ihr lizenzierte Software nutzen, studieren, verbreiten (kopieren) und ändern zu dürfen. Eine kommerzielle Nutzung, etwa durch Verkauf einer auf WordPress bezogenen Dienstleistung (Webdesign, Schulung) oder eines Themes oder Plugins ist statthaft.

Die WordPress-Community: eine starke Gemeinschaft

Aus der Begeisterung für WordPress hat sich eine internationale Community gebildet, die in ganz unterschiedlicher Weise zur Weiterentwicklung von WordPress beiträgt und dabei die durch die GPLv2 eingeräumten Freiheiten verwirklicht.

Diese Community versteht sich nicht als geschlossene Gruppe: alle können mitmachen!

Unabhängig von Alter und Geschlecht, Herkunft oder Religion können sich alle für WordPress einbringen: Einem Freund oder einer Freundin WordPress zeigen, ein Meetup in der Nachbarschaft organisieren, ein cooles Plugin oder ein hübsches Theme entwickeln, WordPress in die eigene Landessprache übersetzen, in Foren, Online-Chats oder persönlich Anwendern und Anwenderinnen helfen oder sich an der Programmierung von WordPress beteiligen – es gibt viele Möglichkeiten.

Auch im deutschsprachigen Raum gibt es viele begeisterte Menschen, die WordPress nicht nur nutzen, sondern sich auch auf unterschiedliche Weise einbringen. Hier hat sich ein Team von AnsprechpartnerInnen gebildet, das über die Internetseite de.wordpress.org erreichbar ist.

Sei dabei!

Wir lieben WordPress. Und wir wollen WordPress noch besser machen. Ständig. Auch jetzt gerade. Und dazu brauchen wir engagierte MitstreiterInnen, mit denen wir gemeinsam WordPress voranbringen können.

  • Du kannst (noch) nicht programmieren?
    Das ist völlig okay, denn es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten, WordPress zu unterstützen. Gründe eine Gruppe für Nutzer und Nutzerinnen in deiner Nachbarschaft, organisiere Meetups, diskutiere mit.
  • Du kennst WordPress schon etwas besser?
    Prima! Denn wir brauchen engagierte Nutzer und Nutzerinnen in Foren und Chat-Rooms, die ihr Wissen und ihre Freude für WordPress mit anderen teilen.
  • Du bist ein Profi, Programmieren fällt dir leicht und du hast ein paar Ideen, wie man WordPress noch besser machen kann?
    Wahnsinn! Wieso hast du dich nicht schon viel früher gemeldet?

WordPress wird aktuell von fast dreihundert Anwendern und Anwenderinnen weiterentwickelt, aber der Anteil an deutschsprachigen Mitwirkenden ist sehr niedrig. Wir freuen uns über jedes „neue Gesicht“, das auf der Liste der Mitwirkenden erscheint. Keiner erwartet, dass du das Rad neu erfindest oder das Internet revolutionierst. Aber Mithelfen, das wäre klasse.

Sprich uns an. AnsprechpartnerInnen findest du hier.